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Niederländische Kampfsportbehörde
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Soziale Sicherheit: Kampfsport auf gutem Weg, aber ein Punkt lässt sich verbessern

2 Min. Lesezeit

Die Hälfte der Kampfsportschulen erfüllt die vier Grundanforderungen an soziale Sicherheit. Damit schneidet der Kampfsportsektor deutlich besser ab als die meisten anderen Sportarten. Dennoch gibt es noch Raum für Verbesserung, zum Beispiel bei der Vorbeugung und Bekämpfung von Mobbing.

Das Sportakkoord II (niederländisches Sportabkommen II) ist ein Programm mit Vereinbarungen zwischen der Regierung und dem Sport, um Sport für alle zugänglich zu machen. Eine der Vereinbarungen lautet, dass Sportanbieter vier Grundanforderungen an die soziale Sicherheit einhalten, auch die „vier V“ genannt:

– VOG: Wer mit Kindern arbeitet, verfügt über ein Führungszeugnis (Verklaring Omtrent het Gedrag, VOG).
– Fachkundige Trainer. Es ist immer ein Trainer mit Qualifikation anwesend.
– Festgelegte Verhaltensregeln. Im Verein oder in der Sportschule hängen deutlich sichtbare Regeln aus.
– Vertrauensperson (Vertrouwenscontactpersoon). Es gibt jemanden, den man auf unerwünschtes Verhalten ansprechen kann.

Besser als der Durchschnitt
Das Mulier Instituut für Sportforschung untersuchte Vereine und Sportschulen mit jugendlichen Mitgliedern. Über die VA (Nederlandse Vechtsportautoriteit, niederländische Kampfsportaufsicht) nahmen auch über 150 Inhaber von Kampfsportschulen teil, die Kickboxen, Muaythai und MMA anbieten, neben Vertretern anderer Kampfsportarten. Ein Viertel der Vereine und Gyms erfüllt alle vier Grundanforderungen. Im Kampfsport ist das Ergebnis erheblich besser: doppelt so viele Sportanbieter erfüllen diese Anforderungen. Für die VA ist das relativ gute Ergebnis keine Überraschung. Die vier V sind nämlich als Anforderungen im Antrag für das Keurmerk Vechtsportautoriteit (Gütesiegel der Kampfsportaufsicht) festgelegt, sodass alle Teilnehmer der Untersuchung aus unseren Sportarten diese Punkte geregelt haben müssen.

Verbesserungspunkt
Dennoch ist noch Verbesserung möglich. Teil der Untersuchung waren Fragen zu Zugänglichkeit, Diversität und unerwünschtem Verhalten. Daraus geht hervor, dass der Kampfsport bei der Zugänglichkeit für Menschen mit geringem Einkommen gut abschneidet. Außerdem arbeiten im Kampfsport mehr Frauen und mehr Menschen mit Migrationshintergrund als in den meisten anderen Sportarten. Negativ wich der Kampfsport beim Thema unerwünschtes Verhalten ab. Die Befragung von Inhabern von Kampfsportschulen zeigt, dass Mobbing hier häufiger vorkommt als im Durchschnitt von Sportvereinen und Sportschulen. Die VA führt Gespräche mit dem niederländischen Kampfsportverband (Nederlandse Vechtsportbond, NVB), um zu prüfen, was der Kampfsportsektor zusätzlich tun kann, um Mobbing vorzubeugen und zu bekämpfen.

Selbst melden
Möchten Sie selbst mit jemandem über unerwünschtes Verhalten im Kampfsport sprechen? Dann können Sie sich an die Vertrauenspersonen wenden. Ihre Kontaktdaten und weitere Informationen finden Sie hier.

Weitere Informationen über die Untersuchung finden Sie auf der Website des Mulier Instituut.

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