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Niederländische Kampfsportbehörde
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„Letztlich muss das Interesse des Sportlers im Vordergrund stehen“

2 Min. Lesezeit

VA-Direktor Farid Gamei war diese Woche zu Gast im Podcast Fight Inside. Kickbox-Veteran Hassan ait Bassou und sein ständiger Gast Glen Huisman, Vorsitzender und Chef-Official der WMTA, sprachen mit ihm über die Arbeit der Nederlandse Vechtsportautoriteit (niederländische Kampfsportaufsicht).

Ein Verband
Natürlich kam die Entwicklung einer einzigen Kampfsportorganisation ausführlich zur Sprache. Gamei und Huisman skizzierten den Vorschlag, den der Quartiermacher (kwartiermaker, vom Ministerium eingesetzter Wegbereiter) kürzlich vorgelegt hat. Es soll eine Dachorganisation entstehen, die wir hier vereinfachend Kampfsportverband nennen, mit drei Sektionen für Kickboxen, Thaiboxen und Mixed Martial Arts. Im Mittelpunkt steht die Zusammenarbeit, und die bestehenden Verbände gehen darin auf. Gamei betonte, dass Promotoren dann weiterhin mit denselben Officials arbeiten können, allerdings alle unter denselben Bedingungen, mit denselben Regeln und denselben Gewichtsklassen, alles im Interesse des Sports und der Sportler.

Weight Cutting
Ait Bassou, ehemaliger Kämpfer und heute Trainer und Official, hat auch Erfahrung im Boxsport. Dort sieht er, dass Unfälle oft mit einem extremen Weight Cut zusammenhängen. Glen Huisman, der jedes Wochenende mitverantwortlich für den ordnungsgemäßen Ablauf von Veranstaltungen ist, stellt ebenfalls fest, dass Sportler beim Thema Weight Cutting häufig unwissend sind. Sie sind dann zu schwach, um selbstständig auf die Waage zu steigen, erwarten aber, einen Tag später wieder völlig topfit zu sein. Dabei ist auch das Gehirn dehydriert und erholt sich erst nach etwa fünf Tagen.

Die VA sieht dieses Problem ebenfalls, erklärte Gamei, und hat als Reaktion darauf die Kampagne Gesund auf Gewicht (Gezond op gewicht) entwickelt. In Zusammenarbeit mit den Verbänden werden Broschüren und Flyer verteilt. Ziel ist vor allem, Sportlern die Risiken einer zu schnellen und zu starken Gewichtsabnahme bewusst zu machen und sie auf sinnvolle Methoden zur Gewichtsreduktion hinzuweisen.

Hydratationstest
Gamei berichtete außerdem, dass die VA Versuche mit Hydratationstests durchgeführt hat. In einigen anderen Ländern und Promotionen wird damit bereits gearbeitet. Auch in den Niederlanden hat die VA dies untersucht, unter anderem mit einem Pilotprojekt bei Veranstaltungen, bei dem Sportler freiwillig Hydratationstests durchführen konnten. Dabei muss die VA jedoch auch abwägen, wie praktisch umsetzbar dies ist. Kämpfer der asiatischen Promotion One Championship unterziehen sich Hydratationstests. Sie befinden sich jedoch tagelang in einem Kämpferhotel. In einer solchen kontrollierten Umgebung lässt sich leicht testen. Die niederländische Praxis sieht anders aus. Etwa 98 % der Kämpfer hier sind Amateure. Sie kommen einige Stunden vorher bei einer Veranstaltung an. In den Tagen davor müssen sie arbeiten, manchmal am anderen Ende des Landes. Dann stehen sie für Tests nicht zur Verfügung. Die VA untersucht jedoch weiterhin, welche Mittel zur Sicherheit der Kämpfer beitragen können.

Die Sendung ist hier abrufbar.

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