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Niederländische Kampfsportbehörde
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Disziplinarkommission gut gestartet, sieht aber Verbesserungsmöglichkeiten

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Die 2022 eingerichtete Disziplinarkommission (tuchtcommissie) für den Kampfsport hat ihren Nutzen bewiesen. Das war die Hauptschlussfolgerung der ersten ausführlichen Evaluierung. Aber es gibt natürlich immer Raum für Verbesserungen, so lautete ebenfalls das Urteil.

Die Disziplinarkommission besteht aus dreizehn unabhängigen Mitgliedern: Juristen und Personen mit einem Hintergrund im Bereich öffentliche Ordnung und/oder Sicherheit, die dem Kampfsport zugetan sind. Die Disziplinarordnung (tuchtreglement) für Kickboxen, Muaythai und Mixed Martial Arts (MMA) schützt Sportler, Trainer, Offizielle und andere Beteiligte vor unerwünschtem Verhalten.

Wenn jemand benachteiligt wird, weil eine andere Person die Sport- oder Verhaltensregeln verletzt, kann über das Meldeformular ein Fall der Disziplinarkommission vorgelegt werden. Diese beurteilt die Angelegenheit auf transparente Weise.

Gegen Personen, die sich falsch verhalten haben, kann eine Maßnahme verhängt werden. Das kann zum Beispiel sein: Ausschluss von der Teilnahme an Wettkämpfen, Ausschluss vom Besuch von Veranstaltungen oder der Verlust des Keurmerk Vechtsportautoriteit (Gütesiegel der Kampfsportbehörde) oder der Promoterlizenz.

Die Juristen, die die Kommission bilden, kamen zusammen, um die Disziplinarordnung, die Verfahren und die eigene Arbeitsweise zu überprüfen. Der Aufbau dieser neuen Einrichtung war jedenfalls nicht vergeblich, wenn man die Tätigkeiten der ersten 18 Monate betrachtet. Es wurden zwölf Fälle eingebracht. Ein Teil führte zu Entscheidungen, die Maßnahmen zur Folge hatten. Diese sind hier nachzulesen. Einige weitere Fälle sind derzeit in Bearbeitung.

Von den zwölf bisher eingebrachten Fällen wurden während der Evaluierung fünf noch einmal hervorgehoben, um den Verlauf und die Schlussfolgerungen zu besprechen. Wie wurde in diesen konkreten Fällen mit Beweismaterial und Zeugenaussagen umgegangen? Wie verlief die Anhörung beider Seiten (hoor en wederhoor)? Welche Aspekte konnten zu einer Straferhöhung oder Strafminderung führen? Kurz gesagt: Es wurde ausführlich auf die Interessen, Rechte und Pflichten aller in diesen Fällen Beteiligten eingegangen.

Ausdrücklich wurde auch die verfahrensrechtliche Seite betrachtet. Kann der Prozess straffer gestaltet werden? In welchem Verhältnis steht die Disziplinarkommission zu einem laufenden Ermittlungsverfahren der Staatsanwaltschaft (Openbaar Ministerie) in derselben Sache? Mit wem dürfen Informationen geteilt werden und mit wem nicht? Was darf nach Abschluss über die Entscheidung der Disziplinarkommission veröffentlicht werden, und wann sind Datenschutzinteressen betroffen?

Zum Abschluss der Sitzung wurde beschlossen, dass Evaluierungen künftig strukturell stattfinden. Dabei stehen das Lernen aus Erfahrungen und die Suche nach Verbesserungsmöglichkeiten im Mittelpunkt.

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