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Veranstaltung „Samen Sterk“ zum Thema Inklusion

Obwohl die Kampfsportwelt seit Langem vielfältig ist, bedeutet das nicht, dass es mit der Inklusion automatisch gut bestellt ist. „Auch Kampfsportschulen können noch Schritte machen“, sagte VA-Direktor Farid Gamei diese Woche bei einem Abend von NOC*NSF (niederländischer Sportdachverband und Olympisches Komitee) über Diversität und Inklusion. „Wir weisen darauf hin, aber nicht aus einer belehrenden Haltung. Lieber machen wir Sportunternehmer auf die Chancen aufmerksam.“
Im Rahmen der NOC*NSF-Kampagne Onze Club Is Voor Iedereen („Unser Verein ist für alle da“) fand in Amsterdam ein Abend unter dem Titel Samen Sterk („Gemeinsam stark“) mit Tischgesprächen, Workshops und einer Podiumsdiskussion statt. Für den letzten Programmpunkt war im Namen der VA Farid Gamei eingeladen. Er sprach mit Guido Davio (Direktor Breitensport NOC*NSF), Henne van Es (Handballverband) und Sandra Doevendans (Stadtteil Amsterdam West) über Praxiserfahrungen zum Thema des Abends.
Gamei berichtete, dass der Kampfsport, wie alle anderen organisierten Sportarten, vor allem vor der Herausforderung steht, alle guten Vorsätze in die Praxis umzusetzen. Über das Prinzip, dass Sport für alle zugänglich und angenehm sein muss, ist man sich einig. Die Frage ist, wie man das umsetzt. „Das beginnt damit, in den Spiegel zu schauen“, so Gamei. „Sind wir wirklich so inklusiv, wie wir denken? Der Kampfsport ist vielfältig, aber es gibt natürlich mehr Unterschiede als Herkunft. Zum Beispiel sexuelle Orientierung, Alter oder körperliche und geistige Einschränkungen. Da haben wir noch etwas zu gewinnen.“
Gamei erzählte, dass die Nederlandse Vechtsportautoriteit (niederländische Kampfsportaufsicht) genau aus diesem Gedanken heraus, dass etwas zu gewinnen ist, mit der Kampagne Onze Club Is Voor Iedereen begonnen hat. „So veröffentlichen wir auf unserer Website und in unserem Newsletter eine Reihe von Porträts von Sportschulen, die sich besonders für Inklusion eingesetzt haben. Die Menschen mit einer körperlichen Einschränkung unterrichten, Jugendliche mit Verhaltensproblemen oder ältere Menschen mit Parkinson. Immer mit der Botschaft, dass dies nicht nur ein neues Publikum erreicht und gesellschaftlichen Wert hat, sondern auch für ein Sportunternehmen einen Mehrwert bietet.“
„Diese Chancen sind eine gute Gelegenheit, das Gespräch zu beginnen, aber letztlich geht es vor allem auch um die Kultur in der eigenen Sportschule. Welche Umgangsformen und Verhaltensregeln in der Praxis gelten, bestimmt, ob sich jemand willkommen und sicher fühlt. Darauf richten wir in unserem Keurmerk Vechtsportautoriteit (Gütesiegel der Kampfsportaufsicht), das alle Kampfsportschulen haben müssen, viel Aufmerksamkeit. Auf diesem Weg arbeiten wir nachhaltig und strukturiert an der Förderung von Inklusion.“
Siehe auch:
Wo der Kampfsport noch nicht inklusiv ist, liegen Chancen
Unsere Kampfsportschule ist für alle da
Jorina Baars: „Die Arbeit mit dieser Zielgruppe fordert auch mich heraus“