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Staatssekretärin über ‘keine Techniken zum Kopf’ bei Jugendwettkämpfen informiert

Die Vechtsportautoriteit hat Staatssekretärin Tielen (Sport) über die Maßnahmen im Kampfsport zur Vermeidung von Hirnschäden bei jungen Sportlerinnen und Sportlern informiert. Dies geschah in einem Gespräch mit mehreren Verbänden anlässlich des Berichts ‘Hoofdzaak’ (Kopfsache), den der Niederländische Sportrat (Nederlandse Sportraad) kürzlich veröffentlicht hat.
Judith Tielen (VVD) ist Staatssekretärin für Jugend, Bewegung und Sport (staatssecretaris voor Jeugd, Bewegen en Sport). Sie wollte wissen, wie die Sportverbände auf die Empfehlung des Sportrats reagieren. Dazu setzte sie sich in Utrecht unter anderem mit der VA, dem niederländischen Kampfsportverband (Nederlandse Vechtsportbond), dem Fußballverband KNVB, dem Eishockeyverband (IJshockeybond), dem Rugbyverband und dem Eisschnelllaufverband an einen Tisch. Für die VA nahmen die Vorstandsmitglieder Diederik van Omme und Bas Pijnenburg teil.
Die VA sieht den Bericht des Sportrats als Bestätigung dafür, dass vor acht Jahren der richtige Weg eingeschlagen wurde. Als die Vechtsportautoriteit 2017 gegründet wurde, um die Sportarten besser zu regulieren, gab es keine Regeln für Schläge und Tritte zum Kopf bei Kindern. Es blieb Trainern und Kampfrichtern überlassen, vernünftige Entscheidungen zu treffen. Diese Selbstregulierung funktionierte nicht ausreichend. Es zeigte sich, dass zu viele Personen zu wenig Kenntnisse über die Risiken und die Folgen von Schlägen gegen den Kopf haben, solange sich das Gehirn noch in der Entwicklung befindet. Das ging zulasten der Gesundheit der Kinder. Daraufhin beschloss die VA, sektorweit mit verbindlichen Maßnahmen einzugreifen.
Ab 2017 begann die VA mit der Einführung eines Verbots von Techniken zum Kopf (Schläge und Tritte) bei Wettkämpfen von Minderjährigen. Die Maßnahme wurde schrittweise eingeführt. Zunächst galt ein Verbot bis sechzehn Jahre, danach bis siebzehn und schließlich bis achtzehn Jahre.
Die VA erläuterte der Staatssekretärin, dass dabei aktiv an der Erhöhung der Akzeptanz gearbeitet werden musste. Dazu wurde beispielsweise eine Konferenz mit dem Wissenschaftler Erik Scherder, mit Kampfrichtern, einflussreichen Trainern und (ehemaligen) Spitzensportlern organisiert.
Die VA ließ außerdem eine Literaturstudie durch eine Wissenschaftlerin durchführen. Sie sammelte alle relevanten Untersuchungen zu Hirnschäden bei Jugendlichen nach Einwirkungen auf den Kopf. Damit wurde der Sektor informiert, wodurch das Bewusstsein für die Risiken für junge Kinder zunahm. Unter anderem dadurch entstand im Kampfsport innerhalb von drei Jahren breite Unterstützung für die Maßnahmen, die zuvor noch mit Skepsis aufgenommen worden waren.
Da die Regulierung des Kampfsports verbessert wurde, hat der Sektor nach einer Evaluierung der Maßnahme durch die VA vorsichtig etwas Raum erhalten, um eine Ausnahmeregelung zu entwickeln, die Spitzentalenten ab 16 Jahren Techniken zum Kopf erlaubt, zur Vorbereitung auf Wettkämpfe auf Niveau ab 18 Jahren, damit sie auf diesem Niveau nicht unvorbereitet antreten. Dies wird genau überwacht.
Die Staatssekretärin stellte zufrieden fest, dass die meisten Verbände die Schlussfolgerungen des Berichts ernst nehmen und in die Praxis umsetzen wollen. Die VA hat erklärt, dass sie Erfahrungen und Wissen gerne mit anderen Sportverbänden teilt.
Bild: Nederlandse Sportraad