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So verlangsamen Sie als Kampfsportler den Alterungsprozess

Spitzenkämpfer im Kampfsport haben ihren Höhepunkt in der Regel um die dreißig. Nach ihrem 35. Lebensjahr lassen die Leistungen meist nach. Der Ernährungsfachmann Dr. Samefko Ludidi erklärt, woran das liegen kann und wie man darauf ‘im Alter’ reagieren kann.
Nahezu alle Champions in den großen Kampfsportorganisationen sind zwischen 25 und 35 Jahre alt. In dieser Phase haben sie die nötige Erfahrung und sind körperlich auf ihrem Höhepunkt. Nach ihrem 35. Lebensjahr lassen die Leistungen fast immer nach.
Natürlich kann Verschleiß durch eine Summe von Verletzungen eine Rolle spielen. Auch kann der Ehrgeiz nachlassen, den junge Kämpfer oft haben. Aber es spielt noch etwas mit, worunter nicht nur Spitzensportler leiden: Sarkopenie.
Sarkopenie ist eine Erscheinung, die auch Freizeitsportler trifft, wenn sie die 30 überschreiten. Je älter Sie werden, desto schneller werden Ihre Muskeln abgebaut, als sie aufgebaut werden. Wenn Sie in gleichem Maße weiter trainieren und essen, nimmt die Muskelkraft ab und verschlechtert sich die körperliche Leistungsfähigkeit.
Die meisten Menschen nehmen das hin und treiben einfach weiter Sport. Die Zahl der über 30-, 40- und 50-Jährigen, die weiter kickboxen, nimmt noch immer zu, und das ist großartig, auch wenn die Kraft etwas nachlässt. Wollen Sie jedoch auch nach Ihrem 30. Lebensjahr Ihre Muskelmasse erhalten, können Sie durchaus etwas zusätzlich tun, um die Wirkung des Alterns zu minimieren.
Eine wichtige Entscheidung ist, mehr Eiweiß zu essen. Eiweiß wirkt dem Muskelabbau entgegen. Wenn Sie sich ausgewogen ernähren, können Sie das also mit zusätzlichem Protein ergänzen, um Muskelmasse zu erhalten. Dieses Protein können Sie aus Hähnchenbrust, Fisch, griechischem Joghurt, Eiern und zahlreichen anderen natürlichen Produkten beziehen.
Eine andere wichtige Veränderung, die helfen kann: mehr schweres Krafttraining. Wenn Sie zwei- oder dreimal pro Woche schweres Krafttraining betreiben, hilft das, dem Altern entgegenzuwirken. Sie erhalten Muskelmasse, aber auch Ihr Herz-Kreislauf-System, also Herz und Gefäße, bleibt länger jung, wenn Sie schweres Krafttraining betreiben.
Seien Sie bei der Einteilung Ihrer Trainingseinheiten allerdings vernünftig. Wenn Sie gut abwechseln, den einen Tag Brust und Beine, den anderen Tag Rücken und Arme zum Beispiel, bekommen die Muskelgruppen genug Ruhe. Wenn Sie bei jedem Training dieselben Muskelgruppen beanspruchen, kann das eine Überlastung verursachen. Wenn Sie wegen Überlastung vorübergehend aufhören oder zurückstecken müssen, erreichen Sie genau das, was Sie vermeiden wollen: Verlust von Muskelmasse.
Neben Ernährung und Training gibt es einen dritten Faktor, der bestimmt, wie viel Kraft Sie nach Ihrem 30. Lebensjahr behalten: die Freude an Ihrem Sport. Halten Sie sich verletzungsfrei und sorgen Sie dafür, dass Ihnen der Sport Spaß macht. Dann halten Sie länger durch, setzen seltener aus und werden merken, dass Sie gesünder älter werden. Wollen wir das nicht alle?