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Plattform unternehmerischer Sportanbieter gibt auch Kampfsportschulen eine Stimme

Update Dezember 2024: Die nachstehende Meldung ist inzwischen veraltet. Die Nederlandse Vechtsportautoriteit (niederlaendische Kampfsportaufsicht, VA) war knapp fuenf Jahre zufriedenstellend Mitglied des POS. Fuer eine Aufsichtsbehoerde war diese Mitgliedschaft nicht selbstverstaendlich, doch da ein uebergreifender Verband fehlte, der die Interessen der Kampfsportunternehmer vertreten konnte, uebernahm die VA diese Aufgabe voruebergehend. Mit der Gruendung des NVB gibt es nun einen Verband, der die Interessenvertretung der Kampfsportunternehmer uebernimmt. Damit ist fuer die VA ein logischer Zeitpunkt gekommen, die Mitgliedschaft im POS zu beenden. Die VA dankt dem POS fuer seinen Einsatz fuer Kampfsportunternehmer, der sich unter anderem in der Corona-Zeit als sehr wertvoll erwiesen hat.
Um unternehmerischen Sportanbietern eine klare Stimme zu geben, wurde 2019 das Platform Ondernemende Sportaanbieders (Plattform unternehmerischer Sportanbieter, POS) ins Leben gerufen. Das POS vertritt unter anderem Fitnesscenter, Kletterhallen, Tanzschulen, Reitbetriebe und Inhaber von Kampfsportschulen. In der vergangenen Woche wurde die Organisation offiziell gegruendet und als Stiftung eingetragen. Ein wichtiger Schritt in der jungen Geschichte des Plattforms, dem auch die VA angeschlossen ist.
Wenn es um Sport geht, richtet sich der Blick in den Niederlanden traditionell auf die klassischen Sportvereine mit Mitgliedern. Sie sind in Sportverbaenden wie dem KNVB (Fussballverband) und dem KNLTB (Tennisverband) organisiert und dem NOC*NSF (niederlaendischer Dachverband des Sports) angeschlossen. Die VA ist assoziiertes Mitglied dieses wichtigen Sportdachverbands. Doch 2021 treibt mehr als die Haelfte der Niederlaender (auch) auf andere Weise Sport. Sie haben ein Abonnement bei einem Fitnesscenter, eine Zehnerkarte bei einer Kickboxschule, zahlen pro Golfrunde oder melden sich fuer einen Mud Run an. Unternehmer, die diese Sportarten anbieten, wurden in politischen und gesellschaftlichen Diskussionen kaum gehoert.
Das Platform Ondernemende Sportaanbieders wurde gegruendet, um dies zu aendern. Seit 2019 haben sich 16 Branchen angeschlossen, die mehr als sechstausend Sportanbieter mit ueber 8 Millionen Sporttreibenden vertreten. In den vergangenen Monaten hat das POS die Sportanbieter in der Politik in Den Haag vertreten. So sass es mit der Ministerin am Tisch, um fuer eine schnellere Wiedereroeffnung des Sports zu plaedieren. Grundgedanke: In der Corona-Zeit ist Sport nicht Teil des Problems, sondern Teil der Loesung. Auch Fragen rund um die Hilfsmassnahmen fuer Sportunternehmer brachte das POS bei Parlament und Regierung zur Sprache.

Annelies Pleyte, Direktorin Sport im Ministerium fuer Gesundheit, Gemeinwohl und Sport (ministerie van Volksgezondheid, Welzijn en Sport), gratuliert dem POS zur formellen Gruendung. „Gut, dass das POS jetzt offiziell besteht. Wir sehen schon laenger, dass der unternehmerische Sport eine wichtige Rolle im gesamten Sportangebot in den Niederlanden hat.“
Gerard Dielissen, Direktor des NOC*NSF, reagierte ebenfalls positiv: „Sportunternehmer sind ein unverzichtbarer Teil der niederlaendischen Sportinfrastruktur. Wir vom NOC*NSF freuen uns auf eine weitere Intensivierung der Zusammenarbeit mit dem POS.“
Die Initiatoren Haike Blaauw (FNRS), Lodewijk Klootwijk (NVG) und Patrick Rijnbeek (NLActief) nehmen im Vorstand des POS Platz.
Die VA ist damit sowohl Mitglied des NOC*NSF als auch des POS, um die Interessen des Kampfsportsektors zu vertreten.