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Niederländische Kampfsportbehörde
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Kommission Medizin und Gesundheit (Commissie Medisch en gezond) berät den Vorstand der VA

3 Min. Lesezeit

Im Kampfsport ist die Gesundheit der Teilnehmenden eine herausfordernde Angelegenheit. Die Sportlerinnen und Sportler tun alles dafür, so gesund und fit wie möglich anzutreten, doch die Wettkämpfe bringen naturgemäß Risiken mit sich. Die Nederlandse Vechtsportautoriteit (niederländische Aufsichtsbehörde für Kampfsport) lässt sich in Gesundheitsfragen von Fachleuten beraten. Aber wer sind diese Menschen? Es sind Ärzte, die dem Kampfsport zugetan sind, dabei aber kein Blatt vor den Mund nehmen.

Bas Pijnenburg ist seit der Gründung im Jahr 2017 Mitglied des Vorstands der VA. Im Hauptberuf ist er orthopädischer Chirurg. Das heißt, er befasst sich mit allen Knochen, Gelenken, Muskeln, Sehnen und Bändern im menschlichen Körper. Außerdem ist er erfahrener Ringarzt, unter anderem bei der UFC, wenn diese Veranstaltungen in Europa oder im Nahen Osten ausrichtet. Sein Beruf und seine Leidenschaft für den Kampfsport treffen regelmäßig auf seinem Operationstisch zusammen. Er behandelte unter anderem Kampfsportler wie Melvin Manhoef, Gökhan Saki und Badr Hari wegen Verletzungen.

Dokter Pijnenburg ist der Gastgeber der Kommission Medizin (Commissie Medisch), die viermal pro Jahr online zusammenkommt. Er ist vor allem dabei, um im Namen des Vorstands der VA den Fachleuten zuzuhören, die ihr Wissen, ihre Erfahrungen und ihre Sichtweise teilen möchten. Die Kommission befasst sich mit sehr unterschiedlichen Themen. Zum Beispiel mit der Ausbildung von Ringärzten. Und worauf müssen Ringärzte bei der medizinischen Untersuchung vor einem Wettkampf achten? Ab welchem Alter sollten Tritte und Schläge zum Kopf erlaubt sein? Wie lange muss die medizinische Sperre eines Sportlers dauern, der ein Knock-out erlitten hat? All diese Fragen werden aus den verschiedenen Fachperspektiven der Kommissionsmitglieder beleuchtet.

Soeresh Bhatoe ist eines dieser Mitglieder. Er ist Koordinator von Fighting Doctors. Das ist das Netzwerk von Ringärzten, die sich mit Kickboxen, Muaythai und MMA befassen. Er selbst ist einer der erfahrensten Ringärzte im Kampfsport. Er sitzt seit rund 25 Jahren am Ring oder am Käfig, um die Gesundheit der Teilnehmenden zu überwachen.

Auch sein Kollege, der Ringarzt Hakim Benali, ist Mitglied der Kommission. Er arbeitet als Anästhesiologe im Krankenhaus Maasstad (Maasstad Ziekenhuis) in Rotterdam. An den Wochenenden begleitet er Kampfsportveranstaltungen, von kleinen Sportschul-Galas mit überwiegend Jugendkämpfen bis zu Spitzensport-Galas mit Wettkämpfen in der A-Klasse.

Ed van Wijk bringt noch etwas andere Erfahrung in die Kommission ein. Er ist ebenfalls Ringarzt, allerdings vor allem im Boxsport. Zudem ist er Vorsitzender der medizinischen Kommission des niederländischen Boxverbands (boksbond). Die VA und der Boxverband tauschen gerne Wissen und Erfahrungen aus, damit sie voneinander lernen und sich gegenseitig stärken können.

Eine ganz andere Perspektive kommt von Niels Wijne. Er ist Sportarzt im Onze Lieve Vrouwe Gasthuis (OLVG) in Amsterdam. Außerdem arbeitet er in der Spitzensport-Ambulanz des Amsterdam UMC. Darüber hinaus ist er Leiter des medizinischen Stabs beim Fußballverein Ajax.

In den vergangenen Jahren gehörte auch Jessica Gal der Kommission an. Die frühere olympische Spitzenjudoka führt eine eigene Praxis als Sportärztin. Sie verabschiedet sich in diesem Jahr aus der Kommission.

Das neueste Mitglied ist Sharaisha Bilgoe, PhD-Kandidatin in orthopädischer Chirurgie und Sportmedizin. Sie betreibt seit Jahren begeistert Kickboxen im Freizeitbereich. Die VA lernte sie kennen, als sie Untersuchungen zu möglichen Zusammenhängen zwischen Verletzungen und psychischen Beschwerden bei Spitzenkickboxern durchführte, und bat sie kürzlich, der Kommission beizutreten.

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