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Kampfsport kommt wieder in Gang: zehntausendste Registrierung im Fightpassport

Der Kampfsport lag wegen der Corona-Krise anderthalb Jahre still. Inzwischen kommen die Wettkämpfe wieder in Gang. Ein Lichtpunkt ist, dass in der vergangenen Woche der zehntausendste Wettkämpfer im Fightpassport-System registriert wurde. Ein Meilenstein in der Organisation des Kickboxens, Thaiboxens und MMA in den Niederlanden.
Der Kampfsport befand sich im Aufwind, als die Corona-Krise ausbrach. 2019 wurden in den Niederlanden mehr als 200 Veranstaltungen organisiert. 2020 kam nahezu alles zum Stillstand. Inzwischen ist eine Mehrheit der Menschen geimpft und wir bewegen uns langsam auf eine „neue Normalität“ zu. Für den Kampfsport gilt es nun, die positiven Entwicklungen aus der Zeit davor fortzusetzen.
Fightpassport
Eine der positiven Entwicklungen war die Einführung des Fightpassport. Dieses einheitliche digitale Wettkampfbuch beendete eine unübersichtliche Situation. Zuvor führte jeder Verband ein eigenes Wettkampfbuch in Papierform. Wettkämpfer hatten deshalb manchmal drei oder vier verschiedene Wettkampfbücher. Niemand hatte einen Überblick. Mit der Einführung des digitalen Fightpassport durch die Nederlandse Vechtsportautoriteit (niederländische Aufsichtsbehörde für den Kampfsport, VA) wurde dies beendet.
VA-Nummer
Alle Verbände nutzen jetzt dasselbe System für das Matchmaking und die Registrierung gewonnener und verlorener Kämpfe. Auch alle Ringärzte erfassen die relevanten Informationen in diesem System, etwa Knock-outs oder andere medizinische Besonderheiten. Damit verfügen alle Verbände und Ärzte über die notwendigen Informationen. Jede Person, die einen Wettkampf bestreiten will, wird hier registriert. Sie erhält dann eine eindeutige VA-Nummer und eine Dossierseite mit allen Angaben: von Alter, Gewicht und Klasse bis zu den Ergebnissen aller Wettkämpfe und medizinischen Besonderheiten.
Matchmaking
Dadurch ist es einfacher geworden, in Wettkämpfen gleichwertige Gegner gegeneinander antreten zu lassen. Wettkämpfer laufen so weniger Gefahr, gegen einen viel stärkeren oder gerade viel unerfahreneren Gegner kämpfen zu müssen. Außerdem übernehmen Verbände (medizinische) Sperren anderer Verbände jetzt automatisch. Das dient der Gesundheit der Kämpfer, der Sportlichkeit und der Attraktivität der Kämpfe.
Zehntausend
In der vergangenen Woche wurde der zehntausendste Wettkämpfer im Fightpassport-System registriert. Das ist ein bescheidener Meilenstein für die VA und alle Partner, die an diesem System mitgearbeitet haben. Eine der Kernaufgaben der VA ist es schließlich, den Kampfsport besser zu organisieren. Der Fightpassport leistet dazu einen wichtigen Beitrag.
In unserem Kalender ist zu sehen, wo Interessierte in den kommenden Wochen Wettkämpfe live verfolgen können. Inzwischen stehen mehr als vierzig Galas und Meisterschaften auf dem Programm. Von den jüngsten Anfängern bis zur Weltspitze kommen im Laufe dieses Jahres alle zum Einsatz. Wir hoffen sehr, dass der Kampfsport den Aufwärtstrend von 2019 schnell wieder aufnimmt.
Weitere Informationen: vechtsportautoriteit.nl/fightpassport