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Training in Corona-Zeiten: die Praxis

2 Min. Lesezeit

Die Corona-Maßnahmen haben die Sportschulen hart getroffen. Die Tür ging unerbittlich zu. Aber Kampfsportler sitzen nicht gern untätig herum und erfanden schnell neue Methoden, um doch weitermachen zu können.

Um ihre Mitglieder zu beschäftigen und an sich zu binden, wurden schnell alternative Trainings organisiert. Über Youtube, Facebook, Instagram, Zoom: jede Möglichkeit wurde genutzt. Und sobald nach einigen Wochen Kinder und Jugendliche wieder Sport treiben durften, zeigten die Sportschulen erneut ihre schöpferische Kraft. Vor Sportschulen und auf kommunalen Sportplätzen entstanden mitunter ganze Außendojos.

Ab dem 29. April wurden die Trainings der Kampfsportschulen für Kinder und Jugendliche also wieder aufgenommen. Die Gruppe bis einschließlich 12 Jahre darf draußen Sport treiben, in organisiertem Rahmen. Dabei müssen sie sich nicht an die Anderthalb-Meter-Beschränkungen halten. Auch Jugendliche von 13 bis einschließlich 18 Jahren bekamen ab dem 29. April mehr Raum für Sport, für sie galt die Anderthalb-Meter-Grenze allerdings noch. Inzwischen dürfen auch sie beim Training wieder Kontakt haben. Seit dem 11. Mai dürfen auch die Erwachsenen wieder draußen loslegen, sie müssen aber noch den Anderthalb-Meter-Abstand einhalten.

Alle dürfen, wenn alles gut geht, ab dem 1. Juli wieder drinnen loslegen. Bis dahin sind wir noch draußen unterwegs, und wer weiß, danach vielleicht auch noch, denn in den heißen Sommermonaten ist Sport im Freien oft eine reizvolle Option.

Wie gehen die Sportschulen mit den Herausforderungen um? Wir machen eine Runde. Wer weiß, vielleicht bringt es Sie auf Ideen, auf die Sie selbst noch nicht gekommen sind.

Viele Sportschulen haben sich entschieden, mit dem Unterricht weiterzumachen, dann aber per Video. Zum Beispiel Richard und Channa vom Sportcentrum Van Asdonck.

Duran Ebren von der Muaythai Academy Duran nutzt in einem Videotraining geschickt Schaumstoffnudeln. Damit hält er selbst den Abstand von 1,5 Metern ein, überbrückt ihn aber mit diesem Hilfsmittel, sodass zum Beispiel die Verteidigung des Kopfes trainiert werden kann.

Auch das Yamato Gym aus Weesp verwendet Schwimmnudeln, um Sparring zu simulieren.

Sem Schilt und Mike Soumokil wissen die anderthalb Meter ebenfalls einzuhalten und zu überbrücken.

Silent Dragon Gouda zeigt beim Außentraining, dass Kickboxen für alle Altersgruppen ist, und setzt sehr junge Übungsleiter ein.

Lawa Gym zeigt nicht nur, wie man draußen allein ‘rollen’ kann, sondern spricht den Mitgliedern mit einer motivierenden Spoken-Word-Darbietung gleich auch seelisch Mut zu.

Als ab dem 29. April endlich wieder organisiert draußen von den Kindern trainiert werden konnte, war die Erleichterung groß. Zum Beispiel bei The Colosseum Kids in Utrecht.

Die Jungen und Mädchen von Totally-Fit in Eindhoven zeigen, wie abwechslungsreich ein Außentraining sein kann. Kraft, Technik, Balance, Kondition, Koordination: die Abwechslung ist enorm.

Die Begeisterung war förmlich zu spüren, auch bei ARJ Trainingen:

Die Kinder mussten keinen Abstand von anderthalb Metern einhalten. Die Jugendlichen von 12 bis 19 anfangs schon. Viele Sportschulen mussten deshalb Felder aufzeichnen. Beim Fight Institute by Peter Aerts schauten sie sich um und dachten: Diese Felder haben wir schon!

Die Freude in den Gesichtern der Kinder, zum Beispiel bei Trainer Rashid van Exel, war ein dringend nötiger positiver Impuls in dieser unsicheren Zeit.

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