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Niederländische Kampfsportbehörde
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Gemeinden, Promoter, das Bibob-Gesetz und die VA

3 Min. Lesezeit

Die VA setzt sich dafür ein, das Verhältnis zwischen Promotern und Gemeinden zu verbessern. Veranstalter von Kampfsportevents, die sich durch unangemessene Anforderungen behindert fühlen, werden ermutigt, sich bei der VA zu melden.

Wer eine Veranstaltung organisieren will, muss gegenüber der Gemeinde bestimmte Anforderungen erfüllen. Es muss an die Sicherheit gedacht werden, und eine Veranstaltung darf andere nicht unangemessen belästigen. Das ist gut, denn das verhindert Probleme. Für kleine Kampfsportveranstaltungen, etwa ein Jugendturnier mit vielleicht 300 zuschauenden Familienangehörigen, gelten selbstverständlich andere Anforderungen als für ein Spektakel in einem Fußballstadion mit 10.000 Besuchern.

Manchmal gehört zur Vorbereitung eine Bibob-Prüfung, eine Integritätsprüfung nach niederländischem Recht. Das ist an sich kein Problem. Es ist gut, dass regelmäßig Kontrollen stattfinden. Sie helfen zu verhindern, dass Kriminelle Einfluss im Kampfsportsektor gewinnen. Wichtig ist allerdings, dass Gemeinden dies bei den richtigen Veranstaltungen anwenden, und es muss verhältnismäßig sein.

Unverhältnismäßige Anforderungen
Vor Kurzem meldete sich ein erfahrener Promoter bei der VA, der eine mittelgroße Veranstaltung in Amstelveen auf die Beine stellen wollte. Die Anforderungen der örtlichen Verwaltung gingen seiner Ansicht nach doch sehr weit. So wurden zahlreiche Einzelheiten verlangt, die die Privatsphäre des Promoters berührten, weshalb er dazu neigte, das Handtuch zu werfen. Die VA trat mit der Gemeinde in Kontakt, um zu erläutern, welche Vorgehensweise laut dem Leitfaden für die kommunale Politik zu Kampfsportveranstaltungen empfohlen wird. Diese Erläuterung trug dazu bei, dass die Gemeinde die Anforderungen auf ein angemessenes Maß zurückschraubte, sodass die Veranstaltung doch stattfinden konnte.

Ein ähnlicher Fall spielte sich kürzlich in Zutphen ab. Ein Promoter wollte eine Kickboxveranstaltung für Kinder organisieren. Auch er war erfahren und kannte die üblichen Anforderungen der Gemeinden. Deshalb war sein Erstaunen groß, als er sah, dass dieses Mal besonders strenge Anforderungen gestellt wurden. Er fürchtete, seine Jugendwettkämpfe absagen zu müssen. Auch er nahm Kontakt zur VA auf. Das Büro der VA trat in Beratungen mit der Gemeinde. Dort sah man ein, dass etwas nicht richtig lief. Zutphen sprach von ‘einem Missverständnis’, und nun kann die Veranstaltung doch stattfinden.

In den vergangenen Jahren hat sich die Beziehung zwischen dem Kampfsportsektor und den Gemeinden strukturell verbessert. Wo früher oft die Rollläden heruntergingen, wenn sich ein Promoter mit Plänen meldete, gibt es heute zahlreiche Gemeinden, in denen gerade begeistert reagiert wird. Dabei hilft es den Gemeinden enorm, dass sie den Leitfaden für die kommunale Politik zu Kampfsportveranstaltungen der VA nutzen können. Dennoch gibt es also noch immer Promoter, die auf Widerstand stoßen.

Ursachen
Ein zäher Kontakt kann verschiedene Gründe haben. Eine wichtige Ursache ist, dass es auch bei Gemeinden Personalwechsel gibt. Die VA führt häufig Gespräche mit Verwaltungsmitarbeitern und erklärt dann, wie sie den Leitfaden nutzen können, welche Anforderungen die VA an einen Sicherheitsplan stellt und wie Audits funktionieren. Aber wenn dieser Mitarbeiter eine andere Stelle antritt, kann es sein, dass sein Nachfolger dieses Wissen nicht übertragen bekommt und wieder aus alten Vorurteilen über den Kampfsport heraus reagiert.

In der letzten Zeit erhielt die VA immer häufiger Meldungen über Gemeinden, die unverhältnismäßige Anforderungen stellen würden, wodurch sich Promoter entmutigt fühlten. Deshalb setzt sich die VA in der kommenden Zeit ausdrücklich dafür ein, den Kontakt zu Gemeinden und anderen örtlichen Behörden zu verbessern. Dabei wird die Zusammenarbeit mit den Sicherheitsregionen und dem Verband Niederländischer Gemeinden gesucht.

Melden
Promoter, die glauben, auf unangemessenen Widerstand zu stoßen, sollten unbedingt die VA informieren. Die Mitarbeiter der VA stehen wöchentlich in Kontakt mit Gemeinden und können oft etwas bewirken, um unnötige Hindernisse aus dem Weg zu räumen. Schreiben Sie an info@vechtsportautoriteit.nl

Foto: Steven Cordes

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