Ga naar de inhoud
Niederländische Kampfsportbehörde
Zurück zu den Nachrichten

Nachrichten

Einigung über strukturelle Dopingkontrollen im Kampfsport

2 Min. Lesezeit

Im Kickboxen, Thaiboxen und Mixed Martial Arts (MMA) wird in den Niederlanden künftig strukturell auf Doping kontrolliert. Darüber haben die Nederlandse Vechtsportautoriteit (VA, niederländische Kampfsportaufsicht) und die Dopingautoriteit (niederländische Anti-Doping-Organisation) eine Einigung erzielt. Bislang fanden Dopingkontrollen im Kampfsport nur vereinzelt statt, als Folge der zersplitterten Organisation.

„Dies ist ein wichtiger Schritt in der Professionalisierung des Kampfsports“, erklärt VA-Direktor Farid Gamei. „Unsere Sportarten werden in den Niederlanden von mehr als einer halben Million Menschen ausgeübt. In einem normalen Jahr finden 7.000 Wettkämpfe statt. Mehr als die Hälfte der Wettkampfsportler ist minderjährig, das macht eine saubere Sportkultur besonders wichtig. Wir freuen uns sehr über diese Entwicklung, die zu unserem Auftrag passt, die Sportarten sauberer, gesünder und besser organisiert zu machen.“

Herman Ram, Vorsitzender der Dopingautoriteit, unterstreicht die Bedeutung dieses Schritts. „Sportarten, die in die olympische Organisationsstruktur fallen, haben automatisch mit Dopingkontrollen zu tun. Da diese Kampfsportarten nicht dazugehören, mussten Promotoren und kleine Verbände das selbst organisieren, und das erwies sich als praktisch undurchführbar. Nachdem mit der Nederlandse Vechtsportautoriteit mehr Struktur in die niederländische Kampfsportwelt gekommen ist, wurde eine Zusammenarbeit mit der Dopingautoriteit möglich.“

In den ersten Monaten des Jahres 2021 starten die Vechtsportautoriteit und die Dopingautoriteit eine umfassende Informationskampagne, um die Wettkampfsportler gut auf die Dopingkontrollen vorzubereiten. Wettkampfsportler und ihre Betreuer werden ausführlich informiert, unter anderem darüber, was erlaubt und was verboten ist, worauf sie bei der Verwendung von Nahrungsergänzungsmitteln und Medikamenten achten müssen, wie medizinische Ausnahmegenehmigungen funktionieren, wie die Dopingkontrollen durchgeführt werden und welche Rechte und Pflichten alle Beteiligten haben. Für die Kampfsportarten gelten genau dieselben Regeln wie für alle anderen Sportarten. Das Instituut Sportrechtspraak (ISR, niederländisches Institut für Sportrechtsprechung) wird als unabhängiges Organ etwaige Disziplinarverfahren bearbeiten.

Alle in den Niederlanden aktiven Verbände und Promotoren verpflichten sich über ihre Vereinbarung mit der Nederlandse Vechtsportautoriteit zum Dopingprogramm. Ohne diese Vereinbarungen ist es nicht möglich, in den Niederlanden offizielle Wettkämpfe zu veranstalten.

Nach der Bekanntgabe folgten positive Reaktionen aus dem Kampfsport. Glory-Champion Rico Verhoeven sagte gegenüber der Zeitung De Telegraaf: „Das ist so überaus wichtig für unseren Sport. Wir machen ihn jetzt sicherer und professioneller. Der einzige Grund, das nicht zu wollen, ist, wenn man etwas zu verbergen hat. Wenn man seinen Sport professionell machen will, und das wollen wir im Kickboxen, dann ist das der Weg.“

Zurück zu den Nachrichten