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Niederländische Kampfsportbehörde
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VA evaluiert die Maßnahme „keine Kopftreffer bis 18 Jahre“

2 Min. Lesezeit

Die Maßnahme „kein Treten und Schlagen zum Kopf bis 18 Jahre“ wird evaluiert. In Gesprächen mit allen Beteiligten wird untersucht, welche Vor- und Nachteile bestehen und ob neue Erkenntnisse zu Anpassungen führen sollten.

Vor der Gründung der Nederlandse Vechtsportautoriteit (niederländische Aufsichtsbehörde für Kampfsport) durften auch Kinder unter 18 Jahren sich bei Wettkämpfen am Kopf treffen. Angesichts des pädagogischen Klimas und der zunehmenden Belege für die Schädlichkeit von Kopfkontakt wurde ab 2017 ein Verbot eingeführt. Über mehrere Jahre wurden schrittweise Altersgrenzen festgelegt. Seit 2020 ist das Treten und Schlagen zum Kopf für alle Jugendkategorien verboten.

Nach anfänglichem Widerstand zeigte sich, dass die Akzeptanz der Maßnahme zunahm. So ergab eine Untersuchung im Jahr 2021, dass zwei von drei Sportschulbetreibern die Maßnahme unterstützten. Dabei kann eine Rolle spielen, dass immer mehr wissenschaftliche Studien aufzeigten, welche Folgen wiederholter Kopfkontakt hat.

Dennoch bleibt die Maßnahme Gegenstand der Diskussion. Es gibt Personen, die sportliche Nachteile geltend machen. So würden niederländische Talente mit einem Erfahrungsrückstand in ihre internationale Karriere starten. Daher wird die Frage gestellt, ob nicht eine Ausnahmeregelung für Spitzentalente eingeführt werden könnte. Außerdem entstehe ein Wettbewerbsnachteil, weil in anderen Kampfsportarten keine vergleichbare Maßnahme besteht.

Andere wiederum meinen, dass der Kampfsport durch die Maßnahme zugänglicher geworden ist. Eltern würden es eher wagen, ihr Kind an Wettkämpfen teilnehmen zu lassen, wenn sie wissen, dass ihr Kind nicht am Kopf getreten oder geschlagen wird.

Die VA sammelt derzeit alle Argumente für und gegen die Maßnahme. Dazu werden Gespräche mit Ringärzten, Offiziellen, Promotern und Sportlern beziehungsweise deren Eltern geführt. Außerdem wird eine Umfrage an alle Sportschulen in den Niederlanden verschickt, die an Wettkämpfen teilnehmen. So können auch alle Trainer und Coaches ihren Beitrag zur Untersuchung leisten. Auch der niederländische Kampfsportverband (Nederlandse Vechtsportbond) wird in die Evaluation einbezogen.

Wenn alle Meinungen und Argumente gesammelt sind, werden sie abgewogen und die VA wird sich über die Zukunft der Maßnahme beraten. Dabei wird das Interesse der jungen Sportler selbstverständlich maßgebend sein.

Foto: Pari Chery

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