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Unregulierte Kämpfe können schwerwiegende Folgen haben

Während der Kampfsport in den Niederlanden immer besser reguliert ist, organisieren manche Personen weiterhin unregulierte Kämpfe. Eine Beteiligung daran kann schwerwiegende Folgen haben.
Vor kurzem haben wir festgestellt, dass erneut sogenannte „Hoodfights“ organisiert werden. Die VA (Nederlandse Vechtsportautoriteit, niederländische Aufsichtsbehörde für den Kampfsport) hat zu diesem Phänomen bereits eine Erklärung veröffentlicht. Personen, die in den Martial Arts aktiv sind, sollten sich von diesen unbedachten Initiativen fernhalten, die den Kampfsport in ein äußerst schlechtes Licht stellen.
Bei den sogenannten „Hoodfights“ handelt es sich meist um schlecht trainierte Teilnehmer, die in einem Park oder einer Scheune zeigen, wie unkundig sie sind. Meistens tun sie es für eine Handvoll YouTube-Zuschauer, manchmal für ein größeres Publikum, aber fast immer mit viel Lärm in den sozialen Medien.
Die VA betrachtet die unregulierten Kämpfe nicht als sportliche Wettkämpfe. Dennoch wird der Kampfsportsektor einen Imageschaden erleiden, wenn Unfälle passieren. Zum Beispiel, weil Gemeinden Kampfsportveranstaltungen dann wieder negativer beurteilen können. Deshalb hält die VA derartige Aktivitäten für höchst unerwünscht.
Alle, die im regulierten Kampfsport tätig sind, sollten sich von diesen Initiativen fernhalten. Sportler, Trainer/Coach, Offizieller, Ringarzt, Promoter, Matchmaker, Sponsor oder Vlogger: Wer den Kampfsport liebt und zwei Sekunden nachdenkt, unterstützt dieses Treiben am Rand nicht.
Alle Personen mit einer aktiven Rolle im Kampfsport sind über das Fightpassport, das Keurmerk Vechtsportautoriteit (Gütesiegel der Nederlandse Vechtsportautoriteit), die Vereinbarung mit dem NVB, die Promoterlizenz oder die Matchmakerlizenz an die Allgemeinen Verhaltensregeln für Vollkontakt-Kampfsportarten (Algemene Gedragsregels Full Contact Vechtsporten) gebunden. Darin ist festgelegt, dass man sich Aktivitäten zu enthalten hat, die dem Ansehen des Kampfsports schaden können. Das gilt nicht nur für die Teilnahme, sondern auch für die Mitorganisation oder Bewerbung.
Sollte sich dennoch jemand mit „Hoodfights“ oder anderen unregulierten Kämpfen befassen, im In- oder Ausland, kann dies zu einer Maßnahme der VA führen. Denkbar sind der Ausschluss von der Teilnahme an Wettkämpfen, der Verlust des Keurmerk Vechtsportautoriteit oder die Einziehung einer Lizenz.
Personen, die solche Kämpfe organisieren, erwecken oft den Eindruck, dass ihr Handeln „legal“ sei. Sie behaupten zum Beispiel, es sei erlaubt, weil sie die Kämpfe auf Privatgelände organisieren. Das ist nicht zutreffend. Selbst wenn beide Parteien einwilligen, kann Gewalt in unregulierten Kämpfen als strafbare Körperverletzung gewertet werden. Zudem haben viele Gemeinden derartige Aktivitäten selbst ausdrücklich verboten, unter Androhung erheblicher Zwangsgelder von mehreren zehntausend Euro.
Unabhängig von der strafrechtlichen Bewertung gelten unregulierte Kämpfe, wo und wann auch immer, somit als Verstoß gegen die Verhaltensregeln des Kampfsportsektors. Dadurch kann der Kampfsportsektor über die Nederlandse Vechtsportautoriteit eigene Sanktionen verhängen.
Die VA ermutigt alle, die Kämpfe bestreiten wollen, sich bei einer der hunderten guten Kampfsportschulen in den Niederlanden zu melden. Dort kann man unter fachkundiger Anleitung auf Kämpfe in gut regulierten Wettkämpfen hinarbeiten.
Foto: Francisco Galarza