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Eine gemeinsame Front, um Respekt für Offizielle durchzusetzen

Kampfsportveranstaltungen finden in der Regel in einer guten Atmosphäre statt, doch die VA erfährt zu häufig, dass Kampfrichter, Punktrichter oder andere Personen, die Veranstaltungen erst möglich machen, beschimpft und eingeschüchtert werden. Das ist nicht akzeptabel. Die VA will gemeinsam mit den Verbänden und Promotoren eine geschlossene Front bilden, um Respekt für diese Stützen unseres Sports durchzusetzen.
Ohne Kampfrichter und Punktrichter geht es nicht. Sie verdienen daher eine ausgesprochen respektvolle Behandlung. Zudem tragen wir als Sport eine große Verantwortung gegenüber den anwesenden Jugendlichen, denen mitunter ein völlig falsches Vorbild vermittelt wird.
Der Schutz von Offiziellen erfordert von allen Beteiligten ein entschlossenes Vorgehen gegen Fehlverhalten. Die wichtigste Rolle kommt dabei den Verbänden zu.
Wird ein Fehlverhalten festgestellt, ist es Aufgabe des verantwortlichen Verbandes, eine Maßnahme zu ergreifen. Beschimpft ein Trainer den Kampfrichter? Schüchtert ein Wettkampfsportler die Punktrichter ein? Dann ist es Aufgabe des Verbandes, diese Person zu verwarnen oder (nachträglich) eine Sanktion zu verhängen. Dabei können die Allgemeinen Verhaltensregeln und die Sanktionsempfehlungen genutzt werden, die wir hierfür erstellt haben. Wendet ein Verband das Verbandsdisziplinarrecht (tuchtrecht) an, kann die VA dafür sorgen, dass eine Maßnahme von den anderen Vereinbarungspartnern einheitlich übernommen wird.
Verhalten sich Zuschauer gegenüber Offiziellen unangemessen? Dann ist es Aufgabe des Verbandes, unter dessen Schirmherrschaft (auspiciën) die Veranstaltung stattfindet, unverzüglich den Promotor, also den Veranstalter des Events, einzuschalten. Der Promotor muss das Publikum ansprechen, bei schwerwiegendem Fehlverhalten Personen entfernen lassen und darauf hinweisen, dass die Veranstaltung bei wiederholtem Fehlverhalten abgebrochen wird.
Sorgt der Promotor nicht für ein sicheres und angenehmes Arbeitsumfeld für die Offiziellen? Dann kann der Verband die Promotorlizenz entziehen. Dies muss über die VA an die anderen Vereinbarungspartner weitergegeben werden, damit auch diese dieser Partei keine Promotorlizenz erteilen.
Die Verbände wurden per Brief aufgefordert, gemeinsam mit uns stärker daran zu arbeiten, Respekt für Offizielle durchzusetzen. Die Verbände haben außerdem einen Brief ähnlichen Inhalts erhalten, den sie an die Promotoren weitergeben können, mit denen sie zusammenarbeiten. Dabei weisen wir ausdrücklich auf ihre Rolle bei der Wahrung der Atmosphäre rund um den Ring und der Sicherheit der Offiziellen hin.
Die VA hat ihre Auditoren aufgrund dieser Problematik kürzlich ausdrücklich angewiesen, genau auf den Umgang mit Offiziellen zu achten und darauf, in welchem Maße der Promotor hierfür Verantwortung übernimmt.
Unser Sport steht und fällt mit den Menschen, die als Kampfrichter oder Punktrichter die Wettkämpfe in geordnete Bahnen lenken wollen. Erfreulicherweise läuft es sehr oft gut und Veranstaltungen finden meist in einer angenehmen Atmosphäre statt. Dass Offizielle dennoch regelmäßig respektlos behandelt werden, ist jedoch völlig unakzeptabel. Es ist offensichtlich höchste Zeit, dagegen vorzugehen. Die VA will hierbei mit den Vereinbarungspartnern und Promotoren eine geschlossene Front bilden, um den notwendigen Respekt durchzusetzen.