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„Die Zeit ist reif für einen geschlossenen und modernen Kampfsportverband“

Die Zeitschrift Sport & Strategie sprach mit dem Quartiermacher (kwartiermaker, Beauftragter für den Aufbau einer neuen Organisation) Jan Willem Landré über eine neue Organisation für die Sportarten Kickboxen, Thaiboxen und MMA. „Wenn man die Kräfte bündelt, kann man einfach viel weiter kommen.“
Im Auftrag des niederländischen Nationalen Olympischen Komitees und Sportbunds (NOC*NSF) arbeitet Jan Willem Landré an der Aufgabe, eine starke und geschlossene Organisation für Kickboxen, Thaiboxen und MMA aufzubauen. „Es geht um Sportarten, die derzeit keinem vollwertigen Sportverband unterstehen“, erläutert der beauftragte Quartiermacher. „Sie stehen unter Aufsicht der Nederlandse Vechtsportautoriteit (niederländische Kampfsportaufsicht), weil eine Reihe von Missständen, etwa kriminelle Infiltration und Ordnungsprobleme bei Veranstaltungen, aufgrund der Zersplitterung nicht angemessen angegangen wurden. Diese Kampfsportaufsicht hat neun Konventspartner. Diese werden innerhalb des Sektors ‚Verbände‘ genannt, sind aber keine vollwertigen Verbandsorganisationen. Im Kern sind es Teams von Offiziellen, die Wettkämpfe ermöglichen.“
Im Kampfsport werden Wettkämpfe anders organisiert als in anderen Sportarten. Ein selbstständiger Promotor, wie das bekannte Glory, organisiert die Wettkämpfe und engagiert einen der Verbände, um die Kämpfe zu begleiten. Weil es keinen zentralen Verband gibt, haben die Promotoren und Konventspartner Raum, eigene Spielregeln anzuwenden, mit denen sie sich voneinander abzugrenzen versuchen.
„Innerhalb des MMA gibt es zwar ein klares Regelwerk, aber innerhalb des Kickboxens und Thaiboxens treten Unterschiede auf. Beim Fußball funktioniert Abseits überall gleich. Im Kickboxen darf man bei der einen Organisation …“