Nachrichten
Profil der VA: Auswirkungen auf den Kampfsport und die Gemeinden

Die Website Allesoversport.nl hat ein ausführliches Profil der VA veröffentlicht. Alle Aspekte der Arbeit der Organisation werden behandelt: von der Aufsicht über Veranstaltungen bis zur Einführung des Gütesiegels (Keurmerk) für Kampfsportschulen.
Seit zwanzig Jahren steigt die Zahl der Niederländer, die einen Kampfsport ausüben. Bei Jugendlichen gehört Kickboxen sogar zu den zehn beliebtesten Sportarten. Dennoch befand sich der Sport um 2010 in einer regelrechten Krise. Eine Aufsichtsbehörde musste für Ordnung sorgen. Seit der Gründung der Nederlandse Vechtsportautoriteit (niederländische Kampfsportaufsicht) hat sich das Blatt gewendet und der Kampfsport erobert einen prominenten Platz in der niederländischen Sportlandschaft. Wie wurde das erreicht?
Kickbox-Galas gerieten vor zehn Jahren so häufig außer Kontrolle, dass Gemeinden sie strukturell verhindern wollten. Wenn Kampfsportler in den Medien auftauchten, geschah das oft nur mit Initialen. Es galt als normal, dass Kinder bei Wettkämpfen anderen Kindern voll gegen den Kopf traten. Trainer konnten mit einer Verurteilung und einer elektronischen Fußfessel Unterricht in einer städtischen Turnhalle geben. Notorische Kriminelle bewirteten sich gegenseitig an VIP-Tischen bei Kampfsportveranstaltungen. Rockergruppen waren häufig auf einschüchternde Weise präsent. Rund dreizehn konkurrierende Sportverbände führten zu einer völlig zersplitterten Politik, zum Beispiel bei den Wettkampfregeln.
Aus dieser Krise entstand die Nederlandse Vechtsportautoriteit, die Aufsichtsbehörde für Kickboxen, Thaiboxen und Mixed Martial Arts (MMA) in den Niederlanden.