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Niederländische Kampfsportbehörde
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Gemeinden übernehmen Leitfaden für Kampfsportveranstaltungen und Gütesiegel

3 Min. Lesezeit

Ob jemand eine Kampfsportveranstaltung organisieren darf, wird vor allem von der Gemeinde bestimmt, in der sie stattfinden soll. Um den Gemeinden bei der Beurteilung eines Antrags zu helfen, hat die Nederlandse Vechtsportautoriteit (niederländische Kampfsportaufsicht, VA) einen Leitfaden für Kampfsportveranstaltungen (Handreiking Vechtsportevenementen) erstellt. Dieser wird inzwischen in großem Umfang in die lokale Politik aufgenommen. Das führt zu mehr Aufgeschlossenheit der Gemeinden gegenüber Galas und Turnieren. Auch für das Keurmerk Vechtsportautoriteit, das Gütesiegel für Kampfsportschulen, das in Kürze eingeführt wird, besteht bei den Gemeinden viel Interesse.

Gemeinden dürfen eigene Abwägungen treffen, wenn eine Genehmigung für eine Kampfsportveranstaltung beantragt wird. Die eine Stadt hat gute Erfahrungen gemacht, die andere erinnert sich vor allem an das eine Mal, als etwas schiefging. Wieder andere Gemeinden haben keine Erfahrung. Sie wissen zum Beispiel nicht, wie sie herausfinden können, ob der Veranstalter einen einwandfreien Ruf hat oder ständig in Schwierigkeiten steckt. Es gibt Gemeinden, die in den vergangenen Jahren pauschal „nein“ zu jeder Kampfsportveranstaltung gesagt haben, und es gibt solche, die pauschal „ja“ gesagt haben und sich anschließend nicht weiter darum gekümmert haben. Beide Haltungen sind für den Sport nicht gut. Die eine behindert engagierte Sportleute, die andere gibt zwielichtigen Personen zu viel Raum.

Leitfaden
Die VA hat 2017 einen Leitfaden für die kommunale Politik zu Kampfsportveranstaltungen erstellt. Darin sind Kriterien aufgeführt, die eine gute Veranstaltung erfüllen muss. Dieses Dokument wurde in Abstimmung mit Promotern, Verbänden und erfahrenen Mitarbeitenden von Gemeinden mit den Zuständigkeiten Sport und öffentliche Ordnung erarbeitet. Wenn Gemeinden in ihrer lokalen Politik auf diesen Leitfaden verweisen, weiß jeder, unter welchen Bedingungen eine gute Veranstaltung organisiert werden kann. Sowohl der Sportsektor als auch die Gemeinden profitieren von dieser Klarheit.

Gütesiegel
In Kürze wird die Anmeldung für das Keurmerk Vechtsportautoriteit (Gütesiegel der Kampfsportaufsicht) geöffnet. Kampfsportschulen können damit nachweisen, dass sie die Anforderungen erfüllen, die die VA zu fünf Themen aufgestellt hat: Standort und Materialien, Gesundheit, sporttechnische Qualifikation der Trainer, Verhaltensregeln und Umgangsnormen sowie grenzüberschreitendes Verhalten. Damit wissen auch Gemeinden, mit wem sie es zu tun haben. Gemeinden können das Gütesiegel ebenfalls in ihre lokale Politik aufnehmen, als Voraussetzung unter anderem für Subventionen, Zusammenarbeit, Teilnahme an der städtischen Vorteilskarte (gemeentepas) und Genehmigungen. So können der Sportsektor selbst und die Gemeinden gemeinsam die Spreu vom Weizen trennen.

Positive Aufnahme
In den vergangenen Monaten hat die VA Kontakt mit Dutzenden Gemeinden aufgenommen, darunter alle großen Städte und die meisten Gemeinden, die in den vergangenen Jahren bereits mit einer Kampfsportveranstaltung in ihrem Gebiet zu tun hatten. Die große Mehrheit hat unseren Leitfaden für Veranstaltungen übernommen und nutzt ihn nun bei der Bearbeitung von Genehmigungsanträgen. Häufig ist der Leitfaden auch in die kommunale Allgemeine Ortsverordnung (Algemene Plaatselijke Verordening, APV) aufgenommen worden. Gemeinden, die zunächst aus einer negativen Grundhaltung auf Genehmigungsanträge reagierten, stehen Kampfsportveranstaltungen inzwischen offener gegenüber. Auch das Gütesiegel wird positiv aufgenommen. So hat die Gemeinde Amsterdam das Gütesiegel bereits vor der Einführung als Voraussetzung in die Sportpolitik für die kommenden Jahre aufgenommen. Damit erhält das Gütesiegel einen fliegenden Start.

Die VA wird auch in der kommenden Zeit aktiv Gemeinden ansprechen, um sie bei der Aufnahme des Leitfadens und des Gütesiegels in die lokale Politik zu unterstützen.

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