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Die Nederlandse Vechtsportautoriteit (niederländische Kampfsportbehörde) besteht seit einem Jahr

Nach einem Jahr vollwertiger Tätigkeit zog die Vechtsportautoriteit gemeinsam mit einer Delegation von Abgeordneten der Zweiten Kammer sowie Vertretern des Ministeriums für Gesundheit, Wohlfahrt und Sport (ministerie van Volksgezondheid, Welzijn en Sport), von NOC*NSF und der Gemeinde Amsterdam während GLORY 59 Bilanz. Die Behörde, die als Reaktion auf breit festgestellte Missstände im Kampfsportsektor gegründet wurde, führte innerhalb eines Jahres unter anderem eine Richtlinie ein, die Schläge und Tritte zum Kopf bei Minderjährigen verbietet, und verschärfte die Anforderungen an die medizinische Sicherheit und die finanzielle Integrität von Kampfsportveranstaltungen.
Außerdem hat die Vechtsportautoriteit das sogenannte digitale ‚Fightpassport‘ (digitaler Kampfpass) in Betrieb genommen. Verbände, Kämpfer und Ringärzte können es nutzen. Eine Woche nach einem Knock-out bei einem anderen Verband erneut in den Ring zu steigen, gehört damit der Vergangenheit an. Auch bleiben Sperren von Kämpfern nun bestehen, wenn diese den Verband wechseln. Darüber hinaus sorgt ein detaillierter Einblick in die Vorgeschichte von Kämpfern für ein besseres Matchmaking, wodurch zu große Niveauunterschiede vermieden werden.
Der Aufbau eines übergreifenden Organs, das Kickboxen, Thaiboxen und MMA beaufsichtigt, ist ein alter Wunsch verschiedener Kampfsportgrößen der Vergangenheit wie Remy Bonjasky, Ernesto Hoost und Marloes Coenen. Die Entwicklung beschleunigte sich, als sich infolge von Vorfällen bei Kickboxveranstaltungen ab Mitte 2010 immer mehr Gemeinden von dem Sport abwandten. Veränderung war nötig, die Branche musste professioneller werden und unerwünschte Personen ausschließen.
Nach einem Jahr sind neben den bereits genannten Maßnahmen weitere wichtige Schritte gesetzt worden. So ist ein aktives Team von Auditoren etwa 30 Mal pro Jahr unterwegs, um Veranstaltungen zu besuchen und zu prüfen, ob die strengeren Regeln für Veranstaltungen auch tatsächlich in der Praxis umgesetzt werden.
Die Bereitschaft, gemeinsam einen noch sichereren, gesünderen und regulierten Kampfsportsektor anzustreben, ist groß. Der Sektor bündelt auch selbst die Kräfte und sucht die Zusammenarbeit, etwa bei der Verbesserung der Qualität der Ausbildungen. Die Vechtsportautoriteit fördert dies, indem sie sich von Kommissionen aus Fachleuten des Sektors beraten lässt und sich als assoziiertes Mitglied NOC*NSF anschließt. Dies soll in den kommenden Jahren zu gut ausgebildetem Sportpersonal, einem Lizenzsystem für alle Trainer und Funktionsträger sowie qualitativ starken Sportschulen führen. Letztlich haben wir dasselbe Ziel: einen attraktiven, starken Kampfsportsektor, in dem wir mit Freude Sport treiben und auf den wir alle stolz sein können.