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Niederländische Kampfsportbehörde
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Kampfsport geht gegen gefährliche Weight Cuts vor

2 Min. Lesezeit

Die Nederlandse Vechtsportautoriteit (VA, niederländische Kampfsportaufsicht) will ungesunde Methoden zur Gewichtsabnahme im Kampfsport zurückdrängen. Um bei einem Kampf in der gewünschten Gewichtsklasse antreten zu können, nutzen manche Sportler extreme Methoden, um in kurzer Zeit viel Gewicht zu verlieren. In anderen Ländern hat dies bereits zu Todesfällen geführt. Der Kampfsportsektor will dem in den Niederlanden zuvorkommen.

Um in einer niedrigen Gewichtsklasse antreten zu können und damit auf einen relativ leichten Gegner zu treffen, wollen viele Kampfsportler am Tag des Wiegens so leicht wie möglich sein. Diese zeitweilige Gewichtsabnahme wird „weight cutting“ genannt. Es ist nicht ungewöhnlich, dass ein Kämpfer innerhalb einer Woche mehr als 10 % seines Körpergewichts verliert. Nach dem Wiegen, das oft anderthalb Tage vor dem Wettkampf stattfindet, essen und trinken sie umso reichlicher, um wieder ihr „normales“ Gewicht zu erreichen.

„Abnehmen kann auf gesunde Weise erfolgen“, sagt Bas Pijnenburg, internationaler Ringarzt und Vorstandsmitglied der VA. „Setzen Sie realistische Ziele, nehmen Sie sich Zeit und treffen Sie gesunde Entscheidungen. Leider versuchen viele Sportler, in zu kurzer Zeit Gewicht zu verlieren. Zum Beispiel, indem sie ihren Körper dehydrieren. Oder sie nutzen noch extremere Methoden. Medizinisches Fachwissen fehlt oft. Das kann zu erheblichen Gesundheitsschäden führen. Es sterben sogar Menschen daran. Dem wollen wir in den Niederlanden zuvorkommen.“ Andere Sportarten mit Gewichtsklassen, etwa Judo und Rudern, haben bereits früher Maßnahmen ergriffen.

Die Vechtsportautoriteit will Sportler und ihre Betreuer dabei unterstützen, gesunde Entscheidungen zu treffen, auf Grundlage von Fachkenntnis. Deshalb wurde ein Animationsfilm erstellt, der Sportler und Betreuer dazu anregt, das Gespräch über eine gesunde Gewichtsanpassung zu führen. Außerdem wurde auf der Website der VA eine Informationsseite hinzugefügt. Bei Kampfsportveranstaltungen werden in den kommenden Monaten Informationsbroschüren verteilt.

Rund um Wettkämpfe führt die VA (auf freiwilliger Basis) Versuche mit Hydratationstests durch, die Sportlern Aufschluss über ihren Zustand geben. Die VA steht im Austausch mit internationalen Organisationen, die die Problematik ebenfalls angehen wollen. Es gibt Promotions, die verpflichtende Hydratationsmessungen rund um Wettkämpfe eingeführt haben. Die VA nimmt innerhalb des niederländischen Kampfsportsektors das Gespräch über die Sinnhaftigkeit und Umsetzbarkeit dieser Maßnahme auf.

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