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Niederländische Kampfsportbehörde
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CBD-Öl und CBN-Öl und Sport: wie verhält sich das?

2 Min. Lesezeit

In der Sportwelt ist zu beobachten, dass CBD-Öl und CBN-Öl als Hilfsmittel für die Regeneration nach einer Belastung verwendet werden. Auch im Kampfsport. Es handelt sich um Produkte auf Basis von Cannabispflanzen. Cannabis? Steht das nicht auf der Dopingliste? Die Antwort ist recht kompliziert. Die niederländische Doping-Behörde (Dopingautoriteit) empfiehlt Wettkampfsportlern jedenfalls, kein einziges Cannabisprodukt zu verwenden, also auch kein CBD-Öl oder CBN-Öl.

Was ist das?
Cannabinoide sind natürlich vorkommende Verbindungen, die von Cannabispflanzen produziert werden. Cannabidiol (CBD) ist ein solches Cannabinoid. Es ist nicht psychoaktiv. Man wird davon also nicht „stoned“ oder „high“. Seit Jahren wird die mögliche Wirkung von CBD-Öl untersucht. Hersteller geben an, dass es gegen Angst, Bewegungsstörungen und Schmerzen hilft. Die meisten Wissenschaftler sind der Auffassung, dass es zu wenig Belege für eine Wirkung gibt. CBD-Öl darf daher nicht als Arzneimittel bezeichnet werden. Es wird als Nahrungsergänzungsmittel verkauft.

Cannabinol (CBN) ist ein anderes Cannabinoid. Zu Produkten auf CBN-Basis liegen weniger Untersuchungen vor. Anders als CBD kann CBN in hohen Dosen eine milde psychoaktive Wirkung haben. Es wird vor allem als Schmerzmittel und zur Verbesserung der Schlafqualität verkauft. In der Sportwelt wird es als Regenerationsmittel dargestellt. Auch hier gilt: Es gibt keinen wissenschaftlichen Nachweis für eine Wirkung.

Was sagt das Gesetz?
Die Verwendung von und der Handel mit CBD- und CBN-Öl sind gesetzlich nicht verboten. Werbung für diese Produkte ist rechtlich unter Bedingungen zulässig, zum Beispiel, dass sie nicht als Arzneimittel bezeichnet werden.

Was sagen die WADA und die niederländische Doping-Behörde?
Der Stoff Cannabinol (CBN) steht auf der Dopingliste und ist im Wettkampf verboten. CBN-Öl kann in hohen Dosen eine psychoaktive Wirkung haben. Man könnte davon also „unter Einfluss“ geraten. Außerhalb des Wettkampfs ist die Verwendung dagegen erlaubt. Die Doping-Behörde warnt jedoch, dass CBN-Öl immer Spuren von THC enthalten kann. Ein Wettkampfsportler kann aufgrund dieser Spuren bis zu einem Monat nach der Einnahme von CBN dennoch einen positiven Dopingtest haben. Die Empfehlung der Doping-Behörde an Wettkampfsportler lautet daher, CBN-Öl überhaupt nicht zu verwenden.

Der Stoff Cannabidiol (CBD) stand früher auf der Dopingliste der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA). Dies ist die Liste, die auch in den Niederlanden von der Doping-Behörde angewandt wird. Die WADA beschloss jedoch 2018, CBD von der Liste zu nehmen. Der Stoff CBD darf also verwendet werden. Aber auch hier warnt die Doping-Behörde, dass in CBD-Öl immer auch andere Cannabisstoffe enthalten sind, die sehr wohl auf der Dopingliste stehen. Nach Angaben der Doping-Behörde kann man kein CBD-Öl einnehmen, ohne Cannabisstoffe aufzunehmen, die auf der Dopingliste stehen.

Davon unabhängig ist die Tatsache, dass die Einnahme von Dopingstoffen außerhalb des Wettkampfs manchmal noch einige Wochen später zu einem positiven Test im Wettkampf führen kann. Die Empfehlung der Doping-Behörde an Wettkampfsportler lautet daher, CBN-Öl und CBD-Öl überhaupt nicht zu verwenden.

Nahrungsergänzungsmittel? Prüfen Sie das NZVT!
Möchten Sie Nahrungsergänzungsmittel verwenden? Dann empfiehlt die Doping-Behörde, nur auf Doping getestete Präparate einzunehmen. Weitere Informationen dazu finden Sie unter: www.nzvt.nl.

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