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Fit bleiben in heißen Zeiten

3 Min. Lesezeit

In der wärmsten Zeit des Jahres kann es tagelang über 25 Grad sein. Bei hohen Temperaturen zu trainieren ist nicht ideal, aber als Sportler möchten Sie in Form bleiben. Wie gelingt das ohne Überhitzung oder Erschöpfung? Das ist dieses Mal die Frage in der Rubrik des Ernährungswissenschaftlers Dr. Samefko Ludidi.

Der Körper ist ständig damit beschäftigt, die Kerntemperatur bei etwa 36,5 bis 37 Grad zu halten. Dabei spielen Atmung, Herzschlag und Schwitzen eine wichtige Rolle. Wenn Sie Sport treiben und Ihre Muskeln viel Energie verbrennen, schwitzen Sie mehr und das Herz muss stärker arbeiten. Wird die Umgebung Ihres Körpers wärmer, passt sich Ihr Körper ebenfalls an. Wenn Sie Sport treiben und es zugleich wärmer ist als normal, verlangen Sie Ihrem Körper wirklich etwas Zusätzliches ab.

Schwitzen ist wichtig, weil das Verdampfen von Flüssigkeit auf der Haut für Abkühlung sorgt. Wenn Sie aber nicht mehr schwitzen können, weil der Flüssigkeitsvorrat in Ihrem Körper erschöpft ist, überhitzen Sie. Wenn Sie mehr schwitzen, ist es wichtig, genug zu trinken, um den Flüssigkeitsverlust auszugleichen. Das weiß fast jeder. Sie können aber noch mehr tun, um im Sommer beim Sport gesund und fit zu bleiben.

Wenn es sehr warm ist und Sie viel Flüssigkeit verlieren, verlieren Sie auch mehr Mineralstoffe. Diese können Sie beim Trinken ebenfalls ergänzen, zum Beispiel indem Sie einen Teelöffel Salz in einem Liter Wasser auflösen. Es gibt auch Sportgetränke mit Elektrolyten, dabei sollten Sie allerdings darauf achten, dass darin nicht auch viel Zucker enthalten ist. Außerdem sollten Sie Alkohol besser meiden, denn davon trocknet Ihr Körper gerade aus. Und Kaffee eignet sich ebenfalls nicht gut zum Ausgleich des Flüssigkeitshaushalts, weil Ihr Körper bei der Verarbeitung von Kaffee zusätzlich Flüssigkeit verliert.

Von Natur aus essen Sie weniger schwer, wenn es warm wird. Wirken Sie dem nicht entgegen. Essen Sie mehr Obst. Melone ist zum Beispiel ideal, weil sie auch viel Flüssigkeit enthält. Auch Salate sind gut für Sie. Schwere Kost wie Eintöpfe und Schmorgerichte sorgt für zusätzliche Wärme im Körper, dadurch verlieren Sie also Energie, denn Ihr Körper muss sich ja gerade abkühlen. Eine solch schwere Mahlzeit zu verdauen kostet zudem mehr Mühe.

Trainieren Sie vor allem am frühen Morgen draußen, dann ist es oft noch kühl. Wenn Sie draußen aktiv sind und die aufgehende Sonne sehen, ist das der schönste Moment des Tages. Das motiviert, ist gut für die Stimmung und besser für den Körper. Wenn Sie morgens trainieren, solange es noch kühl ist, müssen Sie die Intensität auch nicht anpassen. Ihr Körper kann sich dann in Ruhe an den Sommer gewöhnen.

Ihr Körper gewöhnt sich ohnehin daran, wenn die Temperatur allmählich steigt. Auch wenn Sie tagsüber oder abends trainieren, müssen Sie die Intensität also nicht sehr drastisch anpassen. Nur wenn es wirklich einen Umschwung gibt oder wenn Sie in einem anderen Land trainieren und die Bedingungen plötzlich völlig anders sind, halbieren Sie zunächst die Dauer und steigern Sie danach wieder.

Hören Sie vor allem auf Ihren Körper. Auch wenn Sie durch die Wärme etwas träger werden, reagieren Sie darauf. Nehmen Sie sich etwas mehr Ruhe zwischen den Sätzen und zwischen den Trainingseinheiten. Setzen Sie sich jedenfalls nicht in die Klimaanlage, denn dann lernt Ihr Körper nicht, sich anzupassen. Gehen Sie spazieren, dann trainieren Sie Ihren Körper dennoch, sich zu gewöhnen, und Sie können den Sommer selbst noch etwas mehr genießen.

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