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Öffnung der Sportschulen auf den 1. Juli vorgezogen: endlich wieder Perspektive

Die Nederlandse Vechtsportautoriteit (niederländische Kampfsportaufsicht) begrüßt es, dass die Regierung den Argumenten für ein Vorziehen des Wiedereröffnungstermins für Sportschulen gefolgt ist: Aus dem 1. September wird der 1. Juli. „Das ist eine gute Nachricht für die Sportschulen“, sagt Vorsitzender Herbert Dekkers. „Wir sind noch nicht am Ziel, aber die Kampfsportschulen, denen das Wasser bis zum Hals steht, erhalten damit endlich Aussicht auf ein Überleben.“
Bis zum 27. Mai galt die Aussage der Regierung, dass Sportschulen erst am 1. September wieder öffnen dürften. Viele Sportschulen befürchteten dadurch akut um ihren Fortbestand. Die VA hat dies gemeinsam mit NOC*NSF, NL Actief und dem POS kürzlich noch einmal im Gespräch mit Sportminister Martin van Rijn (niederländischer Minister für Medizinische Versorgung und Sport) zur Sprache gebracht. Dort wurde auch die Botschaft von 1600 Fachkräften aus dem Gesundheitswesen unterstrichen, die dazu aufriefen, Sport und Bewegung stärker zu fördern. Zuvor hatte die VA gemeinsam mit anderen Kampfsportorganisationen bereits einen dringenden Appell (brandbrief) an die Regierung gerichtet. Eine Abordnung von Sportschulbetreibern demonstrierte vergangene Woche in Den Haag, wie Kampfsportler innerhalb der vorgeschriebenen Vorgaben sicher trainieren können.
Die Protokolle für die Wiedereröffnung liegen im Sektor schon seit einiger Zeit bereit. Sie wurden unter Federführung der VA in Abstimmung mit erfahrenen Sportschulbetreibern erstellt, innerhalb der Richtlinien des Reichsinstituts für Gesundheit und Umwelt (RIVM) und koordiniert durch NOC*NSF.
Nachdem die Sportorganisationen die Protokolle für den Hallensport gemeinsam noch einmal verschärft haben, hat die Regierung heute beschlossen, die Öffnung um zwei Monate vorzuziehen: vom 1. September auf den 1. Juli. Damit erhalten die Sportschulen endlich die Perspektive, auf die sie seit Wochen warten: Aussicht auf ein Überleben dieser Krise.
Ministerpräsident Rutte machte bei der Bekanntgabe deutlich, dass das Outbreak Management Team (OMT) in der Woche vor dem 1. Juli erneut abwägen kann, die Wiedereröffnung zurückzunehmen, etwa wenn ein erneutes Ansteigen der Corona-Ausbreitung festgestellt wird.
Die VA setzt sich auch in den kommenden Wochen dafür ein, dass der Kampfsportsektor so gesund wie möglich aus der Corona-Krise hervorgeht, unter anderem indem sie im Gespräch mit der Politik mit möglichst vielen Sportverbänden und Sportunternehmern gemeinsam auftritt.