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Die Teilnahme an illegalen Kämpfen hat Folgen, unabhängig davon, wo sie stattfinden

Kampfsportler, die an illegalen (Straßen-)Kämpfen teilnehmen, schaden dem Ansehen des Kampfsports. Auch dann, wenn diese Kämpfe in anderen Ländern stattfinden. Ist eine Person aus den Niederlanden an einer Veranstaltung beteiligt, bei der es Schwerverletzte oder Todesfälle gibt, wird der gesamte niederländische Kampfsport in ein schlechtes Licht gestellt. Wer an solchen „wilden“ Veranstaltungen teilnimmt, muss mit einer erheblichen Sperre rechnen, die bei allen niederländischen Sportverbänden und Promotern gilt. Diese Personen werden in unserem Land für längere Zeit nicht mehr antreten können.
Der Kampfsport arbeitet bereits seit einigen Jahren daran, Missstände zu bekämpfen. Die gesellschaftliche Akzeptanz unserer Sportarten nimmt dadurch zu. Kickboxen, Thaiboxen und MMA werden immer stärker als vollwertige Spitzensportarten gesehen. Niederländische Wettkampfsportler, die an illegalen (Straßen-)Kämpfen teilnehmen, schaden dem Ansehen und der Position des Kampfsports in unserem Land. Deshalb gehen alle Sportverbände und Promoter gemeinsam dagegen vor.
Die illegalen (Straßen-)Kämpfe, die live in sozialen Medien gestreamt werden, sind äußerst unsicher. Sie finden häufig auf Betonböden statt, zwischen Zäunen mit Betonfüßen, an denen sich Menschen den Hals brechen können. Von einer ernsthaften medizinischen Betreuung oder fachkundigen Kampfrichtern kann keine Rede sein. Die Teilnehmer bringen sich selbst und ihre Gegner bewusst in Gefahr. Zudem rücken sie ihren Sport mit ihrer Teilnahme in die Nähe von Hooliganismus und organisierter Kriminalität. Damit schaden sie dem Kampfsport.
Die VA (Nederlandse Vechtsportautoriteit, die niederländische Kampfsportaufsicht) und die niederländischen Sportverbände betrachten die Teilnahme an illegalen Kämpfen als Verstoß gegen die Allgemeinen Verhaltensregeln (Algemene gedragsregels), zu deren Einhaltung sich jeder Sportler, Trainer, Sportschulinhaber und Promoter bei der Teilnahme an Wettkämpfen in den Niederlanden verpflichtet. Sportler, die bewusst das Risiko eingehen, sich selbst und andere in Gefahr zu bringen, schaden dem Ansehen des niederländischen Kampfsports. Sie müssen mit einer erheblichen Sperre rechnen, die von allen Verbänden und Promotern in den Niederlanden übernommen wird.
Auch die Sportschule des Teilnehmers wird zur Verantwortung gezogen. Die Unterstützung oder Förderung derartiger Aktivitäten kann zum Entzug oder zur Verweigerung des Keurmerk Vechtsportautoriteit (Gütesiegel der niederländischen Kampfsportaufsicht) führen. Das kann letztlich zum Ausschluss der gesamten Sportschule von Wettkämpfen in den Niederlanden führen.