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Niederländische Kampfsportbehörde
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Unsere Kampfsportschule ist für alle da

3 Min. Lesezeit

Die sportartenübergreifende Kampagne Onze Club Is Voor Iedereen (Unser Verein ist für alle da) richtet die Aufmerksamkeit auf Diversität und Inklusion. Vielleicht etwas modische Begriffe, aber im Kern geht es darum, dass alle willkommen sind. Der Kampfsport ist von jeher sehr vielfältig, auch was die Herkunft der Sportlerinnen und Sportler betrifft. Dennoch gibt es noch Möglichkeiten, neue Gruppen zum Einstieg zu bewegen. Zum Beispiel Kämpferinnen und Kämpfer mit einer körperlichen oder geistigen Beeinträchtigung. In der kommenden Zeit stellen wir einige Sportschulen vor, die andere möglicherweise dazu anregen, ebenfalls ein breiteres Publikum anzusprechen.

No Limits
No Limits Gym in Nieuwerkerk aan den IJssel wurde von Antoine Schutte gegründet. Er wollte einen Namen, der ausstrahlt, dass wirklich alle willkommen sind. „Menschen mit und ohne Beeinträchtigung, lesbisch, schwul, transgender oder bisexuell, Mann, Frau, Kind, unabhängig von Herkunft oder Hautfarbe“, heißt es ausdrücklich auf der Website. „Wichtig ist zu wissen, dass dies eine Sportschule ist, in der Respekt, Gleichwertigkeit, Geborgenheit, Sicherheit und Sportlichkeit die Seele der Sportschule bilden und dass man dies verkörpert, wenn man hier trainiert.“

Only Friends
Die Amsterdamer Bürgermeisterin Femke Halsema besuchte kürzlich Only Friends, eine besondere Sportschule in der Hauptstadt. Sie sprach dort ihre Bewunderung für die Arbeit des Gründers Dennis Gebbink aus. „Er setzt sich mit Herz und Seele für Kinder und Jugendliche mit einer Beeinträchtigung ein“, schrieb sie im Anschluss auf Instagram. Dank Gebbink ist Only Friends zu einer Institution geworden. Sein Institut, denn so darf man es durchaus nennen, hat sich zu einem Ort mit fast 800 jugendlichen Mitgliedern und 30 Sportarten für Menschen mit Beeinträchtigung entwickelt, darunter auch Kickboxen.

SportsArt
Die Sportschule des Kickbox- und Muay-Thai-Phänomens Jorina Baars in Den Helder ist eine „gewöhnliche“ Sportschule, doch SportsArt bietet inzwischen auch einer besonderen Gruppe von Sportlern ein Zuhause. Montagmorgens und donnerstagabends steht bei ihr eine Gruppe auf der Matte mit einer zusätzlichen Herausforderung: der Parkinson-Krankheit. Boxen ist schon für durchschnittliche Sportler komplex, denn man muss das Gleichgewicht halten, die Verteidigung im Blick behalten, den Gegner nicht aus den Augen verlieren und zugleich angreifen. Mit Parkinson ist es schwieriger, verschiedene Aufgaben zu kombinieren, aber genau das Training davon bietet Patienten die Übung, die sie brauchen. Wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass Boxen den Verlauf der Krankheit verlangsamt.

Overfit
Adam al Kandoussi gründete gemeinsam mit seiner Mutter im Stadtteil Overvecht in Utrecht die Stiftung Stichting Overfit. Der Ringer gibt Ring- und Kickboxunterricht für Menschen mit einer geistigen und/oder körperlichen Beeinträchtigung sowie für Kinder mit Verhaltensstörungen. „Diese Gruppe besonderer Menschen verdient während des Unterrichts zusätzliche Aufmerksamkeit und Fürsorge“, heißt es auf der Website von Overfit. „Wir möchten Menschen dazu anregen, sich zu verbesserten Versionen von sich selbst zu entwickeln. Außerdem wollen wir den Sport als Bindeglied einsetzen, um so den sozialen Zusammenhalt in unserem Umfeld zu fördern.“

Noby Sports
Sabah Abdellaoui sah in ihrem Umfeld viele Mädchen, die durchaus Sport treiben wollten, sich aber nicht ganz wohl fühlten, wenn sie mit zwanzig großen Männern trainieren mussten. Sie beschloss, „girls only“-Kurse anzubieten, mit denen sie junge Frauen zum Einstieg in die Sportschule bewegte. Besonders für Anfängerinnen kann eine Girls-only-Gruppe die Hemmschwelle senken.

Tabonon
Um eine inklusive Sportschule zu sein, muss man nicht zwangsläufig spezielle Kurse für besondere Gruppen anbieten. Inhaberin Hanieh Kamran wollte in ihrer Sportschule Tabonon ein inklusives und sicheres Sportumfeld für alle schaffen. Diese Grundwerte stehen bei ihr an erster Stelle und werden aktiv vermittelt. Eine inklusive und vielfältige Sportschule beginnt ihrer Ansicht nach mit der Atmosphäre, die in der Sportschule herrscht, und darauf achtet sie ganz bewusst in allen vier Filialen, die Tabonon inzwischen hat.

Best Practices
Wenn das Angebot gut auf die Nachfrage abgestimmt ist, werden immer mehr Menschen den Weg zur Sportschule finden. In den kommenden Wochen stellen wir auf der Website der VA diese Sportschulen vor, weil sie erfolgreich neue Gruppen ansprechen und eine Kultur der Inklusion entwickelt haben. In der Hoffnung, dass diese „Best Practices“ andere inspirieren werden.

Die Kampagne Onze club is voor iedereen bietet vom niederländischen Nationalen Olympischen Komitee und Sportbund (NOC*NSF) Unterstützung für Clubs, Vereine und Sportunternehmer, die Diversität und Inklusion aktiv umsetzen wollen. Dafür wurde eine Übersicht der Angebote entwickelt, unter anderem mit kostenlosen Workshops und Trainingsprogrammen.

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