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Betreiber von Kampfsportschulen müssen Notmaßnahmen ergreifen, um zu überleben

Fast die Hälfte der Betreiber von Kampfsportschulen hat eigenes Geld oder Geld von Familienangehörigen in den Betrieb gesteckt, um während der Corona-Pandemie zu überleben. Dass die finanziellen Folgen der Corona-Krise für den Kampfsportsektor groß sind, war bereits bekannt. Eine Untersuchung im Auftrag der VA (Nederlandse Vechtsportautoriteit, niederländische Kampfsportaufsicht), an der 135 Kampfsportschulen teilgenommen haben, zeigt deutlicher, wie groß sie sind.
Fast die Hälfte der Kampfsportschulen verlor während der Corona-Pandemie mehr als 30 % ihrer Mitglieder. Fast jede fünfte Schule verlor sogar mehr als 50 % ihrer Stammkunden.

Zwei Drittel der Kampfsportschulen nahmen finanzielle Unterstützung des Staates in Anspruch. Diejenigen, die dies nicht taten, waren entweder nicht anspruchsberechtigt oder fanden den Weg zu den Hilfen nicht. Von den Sportunternehmern, die Hilfen erhielten, bekam der überwiegende Teil eine einmalige Zuwendung von 4.000 Euro oder eine monatliche Zuwendung in Höhe eines Mindesteinkommens. Da die Unterstützung begrenzt war, mussten 48 % der Sportschulbetreiber in den vergangenen Monaten auf ihr eigenes Sparkonto zurückgreifen oder Unterstützung von Familie, Freunden oder Sponsoren annehmen.
Die Kampfsportschulen sind ihren Kunden so weit wie möglich entgegengekommen. Sie senkten die Beiträge oder zogen über einen bestimmten Zeitraum überhaupt keine Beiträge ein. Es wurden alternative Unterrichtsangebote entwickelt. Sieben von zehn Sportschulen boten Trainings im Freien an. Eine von drei unterrichtete digital.
Die Zahlen stammen aus einer Untersuchung im Auftrag der VA unter 135 Kampfsportschulen, durchgeführt von Sam Soede von der Hogeschool van Amsterdam (Fachhochschule Amsterdam).
Da die Maßnahmen Schritt für Schritt gelockert werden, kehren die Mitglieder allmählich in die Sportschulen zurück. Zum Ende des Kalenderjahres wird sich deutlicher zeigen, ob die Sportschulen sich dauerhaft über Wasser halten können.
Die VA weist die Politik weiterhin auf die Situation der Betreiber von Kampfsportschulen hin, unter anderem über NOC*NSF (niederländischer Sportdachverband) und das Platform Ondernemende Sportaanbieders (Plattform unternehmerischer Sportanbieter), in dem auch die Fitnessbranche vertreten ist.