Ga naar de inhoud
Niederländische Kampfsportbehörde
Zurück zu den Nachrichten

Nachrichten

Nationales Kampfsportzentrum: anregende Idee wird konkret

3 Min. Lesezeit

Was als interessante Idee der Gemeinde Rotterdam begann, wird konkret: In der Hafenstadt entsteht ein Nationales Kampfsportzentrum (Nationaal Vechtsportcentrum). Verschiedene Verbände werden dort ihre Dienstleistungen und ihr Wissen teilen, Kosten sparen und gemeinsam an der Kampfsportkultur in den Niederlanden bauen. Die Nederlandse Vechtsportautoriteit (niederländische Kampfsportaufsicht, VA) befindet sich im Gespräch mit der Organisation, um zu klären, wie Kickboxen, Thaiboxen und Mixed Martial Arts angeschlossen werden.

Der Aikido Bond Nederland, die Nederlandse Boksbond (niederländischer Boxverband), der Judobond Nederland (niederländischer Judoverband), der Karate-do Bond Nederland, die KNKF (königlicher niederländischer Kraftsport- und Fitnessverband), die Dutch Sambo Federation, der Taekwondo Bond Nederland, die Nederlandse Vechtsportautoriteit und NOC*NSF (niederländischer Olympischer Ausschuss und Sportbund) kamen am 11. Februar auf Einladung der Gemeinde in Rotterdam zusammen. Im vergangenen Jahr hatte Rotterdam bereits Kontakt aufgenommen und Ideen ausgetauscht. Könnten diese Organisationen einander und sich selbst stärken, wenn sie enger zusammenarbeiten und beispielsweise ihre Einrichtungen an einem Standort in der Hafenstadt teilen? Die Antwort scheint „ja“ zu sein.

Medaillen
Bei der ersten Zusammenkunft vor Ort stellte Rotterdam die Pläne und den bisherigen Stand der Dinge vor. Das Nationale Kampfsportzentrum wird der Standort für das TeamNL-Spitzensportprogramm Boxen. Auch die nationalen Trainings für Karate, Taekwondo, Aikido und Sambo werden dort stattfinden, ebenso die Regionaltrainings Judo. Die verschiedenen Kampfsportverbände wollen sich gemeinsam weiter professionalisieren und erneuern. Eines der Ziele ist es, die Anzahl der Medaillen bei internationalen Turnieren zu erhöhen.

Breitensport
Das Nationale Kampfsportzentrum kann auch vom Bildungsbereich und vom Breitensport genutzt werden. Mit der Ankunft des Zentrums will Rotterdam auch dem Breitensport und den Kampfsportvereinen in der Stadt einen Impuls geben. Dazu werden Rotterdam Topsport, Rotterdam Sportsupport, Sportbedrijf Rotterdam und die Gemeinde gemeinsam mit den Verbänden, Sportanbietern und Bildungseinrichtungen einen Plan erarbeiten, damit der Kampfsport in Rotterdam in seiner ganzen Breite von der Ansiedlung des Nationalen Kampfsportzentrums in der Stadt profitiert.

Das Nationale Kampfsportzentrum wird ein in den Niederlanden einzigartiger Standort. In dem Zentrum können Spitzensportler täglich mit der bestmöglichen Begleitung und mit Einrichtungen unter anderem in den Bereichen Ernährung, Medizin, Lebensstil und Bildung trainieren.

Eröffnung im April
Schon zum 1. April 2022 erhält das Nationale Kampfsportzentrum eine vorläufige Unterbringung in den Sporthallen von Albeda an der Sportlaan in Rotterdam. Diese werden derzeit dafür umgebaut. Eine Sporthalle wird vollständig für das Spitzensportprogramm Boxen eingerichtet. In der anderen Sporthalle können Kampfsportarten wie Judo, Karate, Taekwondo, Aikido und Sambo ausgeübt werden. Der Wunsch ist, 2026 in ein neu zu bauendes Kampfsportzentrum neben dem Topsportcentrum Rotterdam umzuziehen.

Rotterdam profiliert sich ausdrücklich als eine Stadt, in der Kampfsportarten seit langem beliebt sind und auf hohem Niveau ausgeübt werden. Jeder kennt Bep van Klaveren, den Olympiasieger im Boxen von 1928. Auch im Judo hat Rotterdam viele Meister hervorgebracht, unter anderem Mark Huizinga und Marhinde Verkerk. Darüber hinaus gibt es in Rotterdam verschiedene Kampfsportvereine, und Rotterdam ist häufig Gastgeberstadt für nationale und internationale Kampfsportveranstaltungen, unter anderem für Karate und Taekwondo. Auch Glory und UFC waren mit großen Veranstaltungen bereits in der Stadt.

Nach der Präsentation konnten die Verbände austauschen, welche Erwartungen bestehen und was jede Organisation zur Verwirklichung des Nationalen Kampfsportzentrums beitragen könnte.

Vechtsportautoriteit
Für die VA war Büroleiter (bureaudirecteur) Farid Gamei anwesend. „Die VA ist immer für Zusammenarbeit und die Bündelung von Kräften. Deshalb gehen wir diese Idee auch mit einer positiven Grundhaltung an. Die VA selbst ist kein Sportverband, aber weil wir mit dem Kickboxen eine der größten Kampfsportarten vertreten und weil die Perspektive eines einzigen Verbandes für unsere Sportarten immer konkreter wird, werden wir eng in die Pläne einbezogen. Wir halten ein Nationales Kampfsportzentrum für eine anregende Idee und sind sehr gespannt, wie dieser Prozess weiter verläuft.“

Zurück zu den Nachrichten