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Sportdezernent Mbarki erlebt eine andere Seite des Kickboxens und lernt die VA näher kennen

Der Amsterdamer Sportdezernent (wethouder) Sofyan Mbarki hat an diesem Wochenende gemeinsam mit einer Delegation der Nederlandse Vechtsportautoriteit (VA, niederländische Kampfsportaufsicht) das Yokoso Dutch Open besucht. Er genoss die Atmosphäre von Sportlichkeit und Freundlichkeit sichtbar. Im Mittelpunkt des Arbeitsbesuchs stand die Zusammenarbeit zwischen der Gemeinde und der VA.
Die großen Profigalas sind die Blickfänge des Kickboxens in den Niederlanden. Für den größten Teil der Kampfsportler hat ihr Sport jedoch ein ganz anderes Gesicht. Keine Scheinwerfer in einem Konzertsaal, sondern Leuchtstoffröhren in der Sporthalle. Keine Filmstars in der ersten Reihe, dafür die ganze Familie auf der Tribüne.
Beim Yokoso Dutch Open in den Amsterdamer Sporthallen Zuid absolvieren am letzten Märzwochenende Hunderte Teilnehmer ihre Wettkämpfe. Die Atmosphäre erinnert eher an die Olympischen Spiele als an die Glamourshows, die rund um die bekannten Weltstars veranstaltet werden.
Hier ist der Kampfsport als Amateursport gut zu sehen, erläutert VA-Direktor Farid Gamei dem Dezernenten Mbarki. Gemeinsam gehen sie durch die Halle und sehen reine Liebhaber, aber auch ambitionierte Spitzenamateure und eigentlich alles dazwischen. Von der Jugend bis zu den Veteranen und aus mehr als zwanzig Ländern. Für einige ist dies ein Nachwuchspool für junge Talente, für die meisten geht es aber vor allem um Sport mit Freude, auch wenn man nicht den Anspruch hat, die Weltspitze zu erreichen.
Die jährlich wiederkehrende Veranstaltung, organisiert von WAKO Nederland, wird ausdrücklich als „the friendly tournament“ präsentiert. Werte wie Sportlichkeit und Respekt stehen nachdrücklich über allem. Der Name Yokoso ist das japanische Wort für willkommen.
Diese Gemütlichkeit ist in der Halle und um sie herum deutlich zu spüren, stellt der Amsterdamer Sportdezernent fest, nachdem er am Samstagmorgen die offizielle Eröffnung vorgenommen hat. Mit großem Interesse geht Mbarki am Ring und an den Matten vorbei, auf denen die verschiedenen Wettkampfvarianten ausgeübt werden: von Punktekampf und light contact bis K1 und full contact. Er spricht mit Teilnehmern und Trainern, mit Offiziellen und Organisatoren und nimmt alles aufmerksam in sich auf.

Sportdezernent Sofyan Mbarki (rechts) mit Trainer und K1-Legende Sem Schilt
Nach dem Besuch in der Halle erhält der Dezernent eine Präsentation über die Arbeit der Nederlandse Vechtsportautoriteit. Er wird über die neuesten Entwicklungen in der Branche informiert. Amsterdam hat als eine der ersten Gemeinden das Keurmerk Vechtsportautoriteit (Gütesiegel der Kampfsportaufsicht) übernommen. Die Stadt arbeitet nur noch mit Kampfsportschulen zusammen, die das Keurmerk erhalten haben. Auch bei großen Veranstaltungen bestehen eine enge Zusammenarbeit zwischen der Gemeinde und der VA. Dabei wird selbstverständlich der Leitfaden für kommunale Politik zur Regulierung von Kampfsportveranstaltungen (Handreiking gemeentelijk beleid regulering vechtsportevenementen) verwendet.
Mbarki erklärt, dass er die Veranstaltung dieses Wochenendes als eine schöne Ergänzung der reichen Kampfsportgeschichte der Hauptstadt betrachtet. Über die konstruktive Zusammenarbeit mit der VA äußert er sich ebenso positiv.